Jose Froilan Gonzalez pflegte bis zuletzt engen Kontakt mit Ferrari

Formel 1 2013

— 16.06.2013

"Wahren Freund verloren": Ferrari trauert um Gonzalez

Der Tod von Ferrari-Urgestein Jose Froilan Gonzalez schockt Ferrari und Präsident Luca di Montezemolo: "Die Nachricht hat mich zutiefst traurig gemacht"



Er hat die Geschichte von Ferrari entscheidend mitgeprägt: Jose Froilan Gonzalez, der gestern im Alter von 90 Jahren in seiner argentinischen Heimat verstarb, holte 1951 den ersten von bislang 220 Ferrari-Siegen in der Formel 1. Der Tod des "Pampasbullen" erschütterte auch die Scuderia, bei der Gonzalez bis zuletzt ein wichtiger Teil der Familie blieb.

"Die Nachricht vom Tod von Gonzalez hat mich zutiefst traurig gemacht", gibt Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bekannt. "Wir haben vor nicht allzu langer Zeit noch gesprochen, und über Autos und Rennsport geredet - die Themen, die ihn am meisten begeistert haben. Über all die Jahre war er immer sehr mit Ferrari verbunden, und als Fahrer und als Mensch spielte er eine wesentliche Rolle in unserer Geschichte. Sein Tod bedeutet, dass wir einen wahren Freund verloren haben."

Das letzte Treffen zwischen Gonzalez und dem Team fand im Rahmen des Silverstone-Grand-Prix vor zwei Jahren statt. Damals wurde der Argentinier zum 60. Jubiläum des ersten Scuderia-Sieges von Ferrari geehrt. Fernando Alonso durfte im alten Ferrari 375 F1 vier Runden um den Kurs drehen, auf dem Gonzalez seine einzigen beiden Formel-1-Erfolge feiern konnte.

Damals erinnerte sich Gonzalez noch an jenen denkwürdigen 14. Juli 1951 zurück: "Ich habe erst realisiert, was es bedeutet, das Rennen zu gewinnen, als ich am folgenden Mittwoch Don Enzo in Maranello getroffen habe", erzählte Gonzalez in einem Interview mit Ferrari. "In seinem Büro gab es ein großes Foto des Sieges gleich hinter seinem Schreibtisch. Er bat mich, es zu unterschreiben und ihm jedes kleine Detail über das Rennen zu erzählen."

"Dann gab er mir eine goldene Uhr mit dem Ferrari-Logo darauf. Erst drei Tage später habe ich wirklich verstanden, dass das ein besonderer Sieg war. Ferrari ist die Spitze des Motorsports. Für mich war es immer ein Grund stolz zu sein, dass ich den ersten Sieg einfahren konnte, besonders wenn man bedenkt, was die Marke in den vergangenen 60 Jahren auf der ganzen Welt noch alles erreichen sollte."

Fotoquelle: xpbimages

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