Da stimmt die Chemie: Martin Whitmarsh (links) und sein Pilot Jenson Button

Formel 1 2013

— 18.06.2013

Button stärkt Whitmarsh: "Bester Mann für schwierige Zeiten"

Der McLaren-Star glaubt an die Kompetenz seines Teamchefs, sieht aber für Silverstone trotz Fortschritten keine Chance auf eine Rückkehr an die Spitze



Martin Whitmarsh erlebt in der Saison 2013 die vielleicht härteste Belastungsprobe seiner Karriere als Formel-1-Funktionär. Nicht nur gilt es für den Teamchef nach abgeschlossener Hauptsponsor-Suche, McLaren auf die Herausforderungen der 2014 beginnenden Formel-1-Ära vorzubereiten und auf den neuen Motorenpartner einzustellen. Der Brite steckt wegen der durchwachsenen Leistungen seines Teams jede Menge Kritik und Rücktrittsforderungen ein. Die Loyalität seiner Mitarbeiter hat Whitmarsh.

Jenson Button will im Gespräch mit 'Sky Sports F1' von Rücktrittsgerüchten nichts wissen. "Soweit ich weiß, stehen wir geschlossen hinter ihm", zeigt sich der Ex-Weltmeister solidarisch und lobt seinen Boss über den grünen Klee: "Martin ist eine wirklich gute Führungspersönlichkeit und auch ein guter Typ. Er ist einer, dem man vertrauen kann", so Button, der es wissen sollte: In seiner Karriere arbeitete er schon mit Größen wie Frank Williams, Flavio Briatore, David Richards oder auch Ross Brawn zusammen.

Button glaubt, mit seiner Ansicht nicht alleine auf weiter Flur zu stehen: "Ich habe das Gefühl, dass es jedem in der Fabrik, oder jedem, mit dem ich gesprochen habe, exakt genauso geht", betont er und äußerst Verständnis für die Situation des 55-jährigen Whitmarsh, der im Jahr 2009 die Nachfolge Ron Dennis' bei den "Chrompfeilen" antrat. "Für einen Teamchef ist es schwierig, wenn eine Mannschaft, die normalerweise Grands Prix gewinnt, das plötzlich nicht mehr tut", überlegt Button.

Einen Weg aus der Krise sieht er nicht trotz, sondern dank Whitmarsh: "Ich denke, er ist der beste Mann, um uns durch diese schwierige Zeit zu führen." Und die wird - da macht sich Button keine Illusionen - so schnell nicht enden. Obwohl der Mann aus Frome nach eigener Aussage Fortschritte des Teams spürt, rechnet er sich keine Chancen auf einen Heimsieg beim anstehenden Großbritannien-Grand-Prix in Silverstone aus. "Um den Sieg zu kämpfen wird sehr hart und ich weiß, dass es das ist, was die Fans wollen", pustet er durch.

Button backt kleinere Brötchen: "Wir werden wohl nicht in der Lage sein, ihnen das zu bieten. Wir machen unseren Job so gut wie möglich und holen so viele Punkte wie wir können." Immerhin machen dem 33-Jährigen die Voraussetzungen auf der Traditionsbahn in Northamptonshire Mut. "Der Kurs unterscheidet sich gewaltig", vergleicht der McLaren-Star mit Montreal. "Sein Asphalt ist viel glatter, er ist viel flüssiger, viel schneller und sollte unserem Auto mehr liegen. Wir wissen nicht, wie das Wetter wird. Für die Fans hoffe ich, dass es trocken bleibt - und auch für uns nach den Erfahrungen in Kanada."

Fotoquelle: xpbimages.com

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