Formel 1 2013

— 18.06.2013

Investoren steigen bei Lotus ein: WM-Titel als Ziel

Ein internationales Konsortium, an dem offenbar auch das Sultanat Brunei beteiligt ist, hat 35 Prozent am Team erworben - Vorteil bei KERS-Entwicklung?





Obwohl seit der vergangenen Saison dank der Verpflichtung Kimi Räikkönens sportlich äußerst erfolgreich, ist die Lotus-Mannschaft finanziell alles andere als auf Rosen gebettet. Gerade, als die Formkurve in der Formel 1 abzuknicken scheint, gibt es frisches Geld. Wie am Dienstag offiziell bekannt gemacht wurde, verkauft der bisherige Alleineigner Genii Capital um Co-Gründer und Rennstall-Boss Gerard Lopez 35 Prozent der Anteile - an eine wenig bekannte internationale Investorengruppe.

Konkret handelt es sich dabei um das Konsortium Infinity Racing, das nichts mit der bei Konkurrent Red Bull engagierten Nissan-Luxusmarke zu tun hat. Hinter dem Namen stecken ein Hedgefond-Manager aus Nordamerika, eine internationale Gruppe von Unternehmern aus Abu Dhabi und die königliche Familie einer weiteren ölproduzierenden Nation. Nach Informationen des britischen Journalisten Adam Cooper soll es sich dabei um die Herrscher des südostasiatischen Sultanats Brunei handeln.

An den Machtverhältnissen in Enstone ändert das Ganze vorerst nichts. Lopez bleibt ganz offiziell verantwortlich, Genii-Chef Eric Lux an der Spitze des Vorstandes. Die 65 Prozent reichen den Luxemburgern, um auch weiter die Geschicke zu bestimmen. "Die führenden Köpfe bei Infinity Racing haben außergewöhnliches Fachwissen und bewiesenermaßen damit Erfolg gehabt, Hochtechnologie zu entwickeln und zu liefern. Das wird ein Vorteil bei KERS, wenn es in der Formel 1 noch wichtiger wird und die Serie umweltfreundlicher macht", so Lopez.

Lotus erhofft sich, als Marke wertvoller und so noch attraktiver für Sponsoren zu werden. Lux meint, dass der Infinity-Einstieg zu einem Zeitpunkt käme, an dem Lotus wächst und um Podiumsplätze kämpft: "Seit Genii im Dezember 2009 übernommen hat, sind wir darauf erpicht, den Wert des Unternehmens zu steigern und die Infrastruktur in Enstone auszubauen." Die Schwarz-Goldenen haben Großes vor: "Während die Ergebnisse jedes Jahr besser werden, haben wir auf den richtigen Investor gewartet, um an die Spitze der Konstrukteurs-WM zu springen."

Bei Infinity ist man ebenfalls überzeugt, den richtigen Schritt unternommen zu haben. "Gerard Lopez, Eric Lux und das ganze Team von Genii bauen Lotus zu einem erstzunehmenden Wettbewerber auf, der auf Höhe der besten Mannschaften in der Formel 1 ist. Davon zeugt die jüngste Entwicklung in Enstone genau wie die Qualität der Fahrer", erklärt der Vorsitzende Mansur Ijaz. Sein Stellvertreter Suhail Al-Dhaheri stimmt zu: "Es ist uns eine Ehre, Teil des Vormarsches auf Platz eins zu sein. Wir sind stolz auf den Teamgeist, die Bodenständigkeit und die Leistungsorientierung, die Lotus heute zu einem Titelkandidaten in der Formel 1 machen."

Fotoquelle: xpbimages.com



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