Helmut Marko hätte gerne eine höhere Strafe für Mercedes gesehen

Formel 1 2013

— 21.06.2013

Red Bull hatte höhere Strafe erwartet

Bei Red Bull hatte man eine höhere Strafe für Mercedes erwartet - Teamchef Christian Horner sieht Mercedes im Vorteil, akzeptiert aber das Urteil des Tribunals



Am Ende war es ein mildes Urteil im Zuge der Reifentest-Affäre um Mercedes und Pirelli. Beide wurden vom Internationalen Tribunal verwarnt, die Silberpfeile verpassen lediglich die Young-Driver-Tests. So hatte sich Red Bull das Ergebnis sicherlich nicht vorgestellt. Das Team von Sebastian Vettel war einer der Initiatoren gegen Mercedes und protestierte schon in Monaco gegen die zusätzlichen Testfahrten des Teams aus Brackley.

Während der Verhandlung soll Red Bull sogar detailgetreue Daten vorgelegt haben um zu beweisen, dass Mercedes aus den Tests einen Vorteil gezogen haben soll. Dementsprechend enttäuscht reagiert man über das milde Urteil im Prozess: "Immerhin ist es eine Bestrafung! Aber das ist nicht das Urteil, was wir erwartet haben", wird Motorsport-Konsulent Helmut Marko von der 'Bild' zitiert. "Wir hatten mit einer weitaus schärferen Strafe gerechnet."

Auch Teamchef Christian Horner, der Donnerstag der Anhörung beiwohnte, sagte bereits gestern, als er den Vorschlag Mercedes', die Young-Driver-Testfahrten zu verpassen, hörte: "Sie haben ihren Test schon mit ihren Stammfahrern gemacht. Wenn man sie vom Young-Driver-Test ausschließt, dann ist das keine große Strafe." Red Bull hatte sich immer wieder dafür stark gemacht, ebenfalls einen Extratest zu bekommen.

Doch Horner will die Entscheidung des Tribunals akzeptieren: "Ihnen wurden alle Fakten auf faire Weise präsentiert, und sie haben ihre Entscheidung getroffen", so der Brite. "Wir haben den Protest eingelegt, weil wir Klarheit wollten, ob man Tests während der Saison mit einem aktuellen Auto durchführen kann, da wir glaubten, es stehe in Konflikt mit den Regularien."

Horner sagt, diese Klarheit habe man nun: "Ja, es wurde entschieden, dass Mercedes gegen das sportliche Reglement und den 'International Sporting Code' verstoßen hat." Auch wenn er der Meinung ist, dass Mercedes mit dem Urteil sportlich sogar besser wegkommt, will Horner die Sache auf sich beruhen lassen: "Es ist natürlich immer besser mit Stammfahrern zu testen als mit Testfahrern, aber es liegt nicht an uns, die Strafe zu entscheiden. Es war dem Tribunal vorenthalten, und sie haben ihre Entscheidung getroffen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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