Ab 2014 ist ein neuer Seitenaufprallschutz in den Seitenkästen vorgeschrieben

Formel 1 2013

— 24.06.2013

Neuer Seitenaufprallschutz ab 2014

Im kommenden Jahr ist ein neuer Seitenaufprallschutz für alle Autos vorgeschrieben - Die Entwicklung wurde gemeinsam vom FIA Institut und den Teams vorangetrieben



Der Automobilweltverband FIA ist immer bestrebt die Sicherheit zu erhöhen. Ab dem kommenden Jahr wird es einen neuen Seitenaufprallschutz in den Boliden geben. In erster Linie will man damit die Crash-Struktur verbessern, wenn es keinen geraden Aufprallwinkel gibt. Seit einigen Jahren forschte das FIA Institut in Zusammenarbeit mit den Teams an neuen Materialien und Strukturen. Der Auslöser für dieses Sicherheitsmanko war der böse Crash von Robert Kubica im Kanada 2007. Die Daten dieses Unfalls wurden als Referenz für die Erforschung des neuen Systems herangezogen.

Es wurden zwei Konzepte studiert. Bei einem wurden Karbonbündel verwendet und beim zweiten Karbon-Panele, die wie ein Sandwich verklebt wurden. Das erste Konzept wurde als besser erachtet und ist bei einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe im Mai abgesegnet worden. Das Karbon zersplittert nicht, sondern bricht progressiv und bremst das Auto kontrollierter ab. Diese Struktur kann Energie von bis zu 40kJ absorbieren, egal mit welchem Winkel der Aufprall geschieht. Dieses neue Design wird im Technischen Reglement festgeschrieben und hilft den Teams Kosten zu sparen.

Das ursprüngliche Design wurde von Marussia vorgelegt und anschließend von Red Bull verfeinert. Auch McLaren und Mercedes halfen bei der Forschung mit. "Drei Teams hatten ihre Aufprallstrukturen eingereicht. Sie wurden dann Tests unterzogen und unser Design wurde als Bestes erachtet. Deshalb entwickelten wir das System weiter", sagt Red-Bull-Chefingenieur Paul Monaghan. "Die Röhrchen entsprechen alle der gleichen Spezifikation, aber wie die Teams die Struktur ihn ihren Autos verbauen, ist ihre Sache."

"Die statischen Tests beim Monocoque zeigen die Stärke der Befestigung. Damit geht man sicher, dass sie ausreichend für die Struktur sind. Dann liegt es an den Teams, wie sie diese Struktur im Auto unterbringen und ihr Auto darum herum designen." Mit dieser neuen Crash-Struktur, die auf beiden Seiten in den Seitenkästen montiert wird, soll nicht nur die Sicherheit bei Unfällen erhöht, sondern auch die Kosten gesenkt werden.

"Eine weitere Idee dahinter war, dass die Teams bei den Crash-Tests Geld sparen können. Wenn man davon ausgeht, dass jeder ein starkes Monocoque für den statischen Test hat, dann sparen sie Geld, weil sie dann keinen richtigen Crash-Test machen müssen", erläutert Monaghan. Dieses neue System soll die Sicherheit bei seitlichen Unfällen deutlich erhöhen. Beim Test muss die neue Karbon-Struktur einem Druck von bis zu 15 Tonnen aushalten. Zudem wird beim Test der Befestigungen mit elf Tonnen an der Struktur gezerrt. Dabei darf sie sich nicht vom Chassis lösen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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