Jonathan Neale und McLaren wenden sich immer mehr der Rennsaison 2014 zu

Formel 1 2013

— 26.06.2013

McLaren: Ab August hat 2014 absolute Priorität

Die Regeländerungen zur neuen Saison werfen ihre Schatten voraus: Nach der Sommerpause wird sich McLaren hauptsächlich auf 2014 konzentrieren



Das aktuelle Auto schneller machen oder lieber eine ohnehin verkorkste Saison zugunsten eines besseren nächsten Jahres opfern? Vor dieser Frage steht derzeit das Formel-1-Traditionsteam McLaren. Denn sportlich läuft es 2013 nicht besonders rund. Beim Großen Preis von Kanada blieb der Rennstall aus Großbritannien sogar erstmals seit Jahren ohne WM-Punkte. Das stimmt nachdenklich.

Und eine Erkenntnis aus dieser Situation ist offenbar, dass der Rennwagen für 2014 mehr und mehr Priorität erhält, wie McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale erklärt: "Alles, was wir noch vor der Sommerpause schaffen, wird uns 2014 zugutekommen. Sobald wir den August aber erst einmal hinter uns gebracht haben, werden wir unweigerlich weitere Ressourcen auf 2014 konzentrieren."

Mit den Arbeiten am Auto für die kommende Saison, das nach einem neuen Reglement entwickelt wird, habe man jedoch bereits vor Monaten begonnen. "Angesichts so großer Regeländerungen, wie es sie 2014 gibt, haben sich bestimmt sämtliche Teams schon im letzten Quartal des vergangenen Jahres mit einer Konzeptstudie des neuen Autos beschäftigt, manche vielleicht noch eher", sagt Neale.

"Wir haben also seit dem Winter überlegt, in welche Richtung wir beim Konzept des neuen Fahrzeugs gehen wollen. Dieser Prozess dauert weiter an. Nach und nach müssen wir natürlich immer mehr Ressourcen auf das Projekt für 2014 umschichten. Das hängt aber auch mit Deadlines für gewisse Entscheidungen sowie mit unserem Motorenpartner zusammen, der uns die relevanten Daten liefern wird."

Besonders pikant: McLaren wird nur noch 2014 mit Mercedes zusammenarbeiten, da für 2015 schon Honda als neuer Motorenpartner in den Startlöchern steht. Doch vorerst bleibe alles beim Alten, betont Neale. McLaren sei eng in die Entwicklungsarbeit bei Mercedes eingebunden. In der Motorenschmiede in Brixworth brauche man aber "etwas zusätzliche Zeit" bei der Entwicklung.

Alles, "um die Leistung des neuen Motors zu maximieren", erklärt Neale, der Mercedes "klasse Arbeit" beim Motorenprojekt für 2014 bescheinigt. Überhaupt lasse sich die Entwicklung bisher gut an. "Das Programm geht flüssig voran", meint der McLaren-Geschäftsführer. Praktischer Nebeneffekt: "Aus dem Vergleich zwischen aktuellem und künftigen Auto lernen wir weiterhin sehr viel dazu."

Fotoquelle: McLaren

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