Kaltenborn würde Hülkenberg gern ein besseres Auto zur Verfügung stellen

Formel 1 2013

— 28.06.2013

Kaltenborn: Müssen Nico besseres Auto geben

Sauber-Teamcheffin Monisha Kaltenborn bedauert den schlechten Saisonstart des Teams - Nico Hülkenberg brauche ein besseres Auto, um sein Potenzial abzurufen



Die Saison 2013 lief aus Sauber-Sicht bisher alles andere als gut: Während das Team zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr satte 58 Punkte vorzuweisen hatte, sind es aktuell mickrige fünf. Teamcheffin Monisha Kaltenborn macht keinen Hehl daraus, dass die Schweizer sich mehr für diese Saison erhofft hatten: "Klar hatten wir einen schlechten Start in die Saison, das ist weit weg von unseren Erwartungen", so die Österreicherin gegenüber 'Formula1.com'.

Immerhin sei dem Team aber klar, wo es hakt: "Wir wissen, dass es an gewissen Aerodynamikproblemen liegt, die wir mit dem Heck haben. An denen arbeiten wir und haben das Problem verstanden, aber bei der Umsetzung unserer Erkenntnisse sind wir etwas geschränkt durch unsere finanziellen Mittel - wir müssen also einen Schritt nach dem anderen machen", muss Kaltenborn eingestehen.

Mit ihren Fahrern ist sie im Gegensatz zum Auto zufrieden, besonders mit Nico Hülkenberg. Allerdings bedauert sie, ihm nicht das Fahrzeug stellen zu können, mit dem er sein Potenzial auch abrufen könnte: "Wir müssen ihm das Auto geben, mit dem er sein Talent zeigen kann. Er hat bisher einen tollen Job gemacht. Natürlich könnte er mehr erreichen mit einem wettbewerbsfähigeren Auto, dafür sind wir verantwortlich", gesteht die 42-Jährige.

Für Kaltenborn habe Hülkenberg auch in dieser Saison seine speziellen Momente (wie beispielsweise seine Pole-Position in Brasilien 2010) gehabt, in denen er mehr rausgeholt hat, als das Auto eigentlich hergab: "Ich denke, Nico hat solche Momente gezeigt, wenn man etwa das letzte Qualifying sieht, da hatte er viel Pech mit der roten Flagge. Wir müssen ihm aber ein besseres Werkzeug zur Verfügung stellen."

Dem jungen Teamkollegen Esteban Gutierrez fehle es dagegen noch etwas an Konstanz: "Nico hat natürlich mehr Erfahrung als Esteban. Er hat trotzdem viele Momente gehabt, in denen er sein Talent bewiesen hat. Was ihm noch fehlt, ist die Konstanz, dabei müssen wir ihm helfen. Er ist sehr reif für sein Alter, aber man sollte den Schritt zum Stammfahrer niemals unterschätzen, der ist eine enorme Vergrößerung des Drucks", so Kaltenborn.

Wann Sauber den Fokus komplett auf die Entwicklung des 2014er-Autos legen wird, stehe noch nicht fest, so die geborene Inderin: "Das ist die spannendste Frage. Bisher arbeiten wir an beiden Autos wie die anderen Teams auch. Wann der Schritt komplett hin zum neuen Fahrzeug kommt, haben wir noch nicht entschieden. Ich denke, da ist immer noch Potenzial im 2013er-Auto, das wir herausholen können. Die Saison ist noch lange nicht vorbei."

Fotoquelle: Sauber

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