Christian Horner hatte ein konkretes Strafmaß für Mercedes vorgeschlagen

Formel 1 2013

— 28.06.2013

Red Bull forderte 162 Punkte Abzug für Mercedes

Red Bull hat die Vorteile für Mercedes durch den Reifentest analysiert und forderte 162 Punkte Abzug - Streit um seitenverkehrte Nutzung der Reifen schwelt weiter



Nachdem das Internationale Tribunal des Automobilweltverbands FIA Mercedes wegen des Reifentests in Barcelona mit einer Verwarnung und einem Ausschluss vom Young-Driver-Test bestraft hatte, zeigte sich Red Bull über das ihrer Ansicht nach allzu milde Strafmaß verwundert. Wäre es nach dem Weltmeisterteam gegangen, für das Teamchef Christian Horner an der Verhandlung in Paris teilnahm, hätten den Silberpfeilen am Ende der Saison 162 Punkte in der Konstrukteurswertung abgezogen werden sollen.

Dies geht nach Informationen des Fachmagazins 'auto, motor und sport' aus einem 18-setigen Bericht hervor, der von Horner und Chefingenieur Paul Monaghan erstellt und im Rahmen der Verhandlung dem Tribunal vorgelegt wurde. Die Zahl von 162 Punkten wählte Red Bull dabei nicht willkürlich, vielmehr ist sie das Ergebnis einer detaillierten Analyse der mutmaßlichen Vorteile, die Mercedes durch den Test erlangt habe. Dabei berechnete Red Bull, wie viele Punkte Mercedes durch die Verbesserung des W04 und durch das bessere Verständnis der Reifen im weiteren Saisonverlauf zusätzlich sammeln wird.

Auch eine höhere Standfestigkeit wurde von Red Bull in die Berechnung mit einbezogen. Dieses Argument zieht für Mercedes-Teamchef Ross Brawn aber nicht: "Bei den großen Teams gibt es zwischen den gefahrenen Kilometern und der Ankunftsquote keine Abhängigkeit mehr", wird Brawn von 'auto, motor und sport' zitiert. "Wenn ihre Theorie stimmen würde, hätten sie vergangenes Jahr in der zweiten Saisonhälfte nicht zwei Mal wegen einer defekten Lichtmaschine ausfallen dürfen", hält der Chef der Silberpfeile der Konkurrenz aus Milton Keynes vor.

Auch der Trick mit dem Tausch der gebrauchten Reifen von links nach rechts sorgt weiter für Zoff zwischen Red Bull und Mercedes. Nachdem Mercedes diese Methode in Melbourne angewandt hatte, dann aber wieder davon abgekommen war, kehrte man in Monaco und Montreal wieder dazu zurück - für Red Bull ein Indiz dafür, dass der Test neue Erkenntnisse gebracht habe. Doch auch davon will Brawn nichts wissen: "Das Reifentauschen ist nichts Neues. Das wurde früher bereits so praktiziert, selbst in Bridgestone-Zeiten." Und wieder schießt der Brite einen Pfeil Richtung Red Bull: "Sie dürfen sich nicht beschweren, weil sie in Montreal zum ersten Mal das gleiche gemacht haben, offenbar mit Erfolg. In dem Fall hätten auch sie von dem Test profitiert."

Fotoquelle: xpbimages.com

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