Fernando Alonso sieht die Schuld für die Misere im eigenen Team

Formel 1 2013

— 29.06.2013

Alonso sieht dringenden Handlungsbedarf

Fernando Alonso fordert nach Startplatz zehn in Silverstone Verbesserungen seitens Ferrari und warnt gleichzeitig davor, in Panik zu verfallen



Alarmstufe rot bei Ferrari. Nach den Startplätzen zehn und zwölf von Fernando Alonso und Felipe Massa beim Großen Preis von Großbritannien besteht dringender Handlungsbedarf. Denn auf Pole-Setter Lewis Hamilton fehlten Alonso, der in diesem Jahr zwei der bisherigen fünf Rennen gewann, 1,3 Sekunden. Der Rückstand auf Sebastian Vettel, auf den der Spanier eigentlich eine Aufholjagd starten will, belief sich immerhin noch auf sieben Zehntelsekunden.

"Wir sind über dieses Ergebnis extrem enttäuscht", sagt der Doppelweltmeister nach der Qualifikation sichtlich angefressen. "Wir haben nicht die Leistung gezeigt, die wir mit den neuen Teilen Wochenende für Wochenende zeigen sollten." In Silverstone rückte die Scuderia unter anderem mit einem überarbeiteten Frontflügel an, der auf dem Highspeed-Kurs aber offenbar nicht den gewünschten Effekt mit sich brachte.

Laut Alonso muss man bald eine Lösung des Problems finden, um in dieser Saison noch ein Wörtchen um den WM-Titel mitreden zu können. Momentan liegt Alonso auf Rang zwei der Fahrerwertung, sein Rückstand auf Erzrivale Vettel beträgt 36 Punkte. Nach derzeitigem Stand ist eine Attacke auf die Spitze unmöglich. "Unsere neuen Teile funktionieren im Vergleich zur Konkurrenz einfach nicht", verrät Alonso.

Entwicklungen schreiten kaum voran

Ferrari hat offenbar wieder immense Probleme, seinen roten Renner schneller zu machen. Kein Novum bei den Italienern. Schon im Vorjahr zog man nach starken Leistungen zu Saisonbeginn im Vergleich zur Konkurrenz entwicklungstechnisch klar den Kürzeren. "Wir entwickeln das Auto einfach nicht gut genug weiter", bemängelt der 31-Jährige. Der Ursache müsse man nun dringend auf den Grund gehen.

Bei aller Frustration dürfe man allerdings nicht in Panik verfallen, sondern vielmehr die Probleme nüchtern betrachten und analysieren. Alonso mahnt: "Man darf dieses Qualifying-Ergebnis nicht überbewerten." Vielmehr solle man sicherstellen, dass man bei den folgenden Rennen auf dem Nürburgring und in Ungarn wieder in die Erfolgsspur kommt.

Alonso sieht die Schuld nicht bei Pirelli

Ähnlich wie Konkurrent Lotus, bereitet Ferrari offenbar die Reifenwahl von Pirelli für dieses Wochenende Probleme. Der Reifenhersteller lieferte die harte und mittlere Mischung an. Angesichts der niedrigen Temperaturen am Samstag fiel es Ferrari und Lotus schwer, die Reifen auf Temperatur zu bekommen und den nötigen Grip aufzubauen. Die Lotus-Piloten Romain Grosjean und Kimi Räikkönen belegten auch nur die Plätze acht und neun.

Den Schwarzen Peter will Alonso aber nicht Pirelli zuschieben, wie es in der Vergangenheit schon Red Bull und Mercedes getan haben. "Es liegt vielmehr an unserem Auto als an den Reifen", stellt der Mann aus Oviedo klar.

"Wir machen hier offenbar unseren Job nicht gut genug. Es stimmt allerdings, dass wir mit Pirellis Reifenwahl nicht ganz einverstanden sind." Vorteile könnten Ferrari und Lotus im Rennen haben. Dann sollen die Temperaturen deutlich steigen, was zu stark abbauenden Gummis bei Mercedes und Red Bull führen könnte. Alonsos Ziel fällt entsprechend Ferraris derzeitigen Problemen jedoch bescheiden aus: "Eine Platzierung in den Punkten wäre fantastisch."

Fotoquelle: xpbimages.com

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