Bernie Ecclestone hätte nichts gegen Charaktere wie den von James Hunt

Formel 1 2013

— 03.07.2013

Ecclestone: "Könnten wieder einen James Hunt gebrauchen"

Ein bunter Hund würde der Formel 1 sicher gut tun, findet Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, allerdings haben sich die Zeiten geändert



In der Formel 1 des letzten Jahrhunderts gab es zahlreiche herausragende Charaktere, die auch neben der Strecke durch ihr eigenwilliges Auftreten auffielen. James Hunt war einer von ihnen. Durch seine exzessive Lebensweise war der Weltmeister von 1976 wahrlich ein "bunter Hund", wie sein Freund Niki Lauda einmal feststellte. Heutzutage gibt es solche Charaktere in der Formel 1 kaum mehr. Laut Bernie Ecclestone würde ein solcher Charakter der Königsklasse aber wohl gar nicht schlecht tun: "Wir könnten wieder einen James Hunt gebrauchen", sagt er gegenüber 'Autoweek'.

"Wir standen uns ziemlich nahe, und ich habe viele tolle Erinnerungen an ihn", so Ecclestone. Zwar habe er nie mit Hunt gefeiert, da er selbst kein Partytyp sei, für den Sport sei Hunt aber wunderbar gewesen. "Solche Persönlichkeiten sind sehr selten. Er war ein einzigartiger Mensch", erinnert sich der Formel-1-Boss. Der einzige aktuelle Fahrer, der zumindest ein wenig an Hunt erinnert, ist wohl Kimi Räikkönen, der schon öfters durch skurrile Auftritte aufgefallen ist. Nicht umsonst hatte der Finne beim Großen Preis von Monaco eine Widmung für sein Idol Hunt auf dem Helm.

Ex-Pilot Jackie Stewart hatte sich kürzlich geäußert, die heutigen Piloten seien zu verwöhnt im Gegensatz zu den Fahrern der Sechziger und Siebziger. Ecclestone sieht die Sache nicht so krass: "Die Zeiten haben sich geändert. Das waren andere Zeiten damals. Die Fahrer jener Ära haben mehr Risiken auf sich genommen und hatten eine andere Art." Man könne verschiedene Ären jedoch nicht miteinander vergleichen, da Fahrer sich an die Gegebenheiten ihrer jeweiligen Zeit anpassen, so der Engländer: "Es gibt gute und schlechte Seiten jeder Ära der Formel 1. Die Vergangenheit macht mich aber nicht wirklich nostalgisch."

Ob in der Formel 1 heute weniger Kameradschaft herrscht als früher, interessiert Ecclestone nur marginal: "Mir ist es ehrlich gesagt egal, was die machen. Teams und Sponsoren übertragen den Fahrern heute mehr Verantwortlichkeiten, vielleicht sind sie deshalb vorsichtiger." Natürlich spiele aber auch der Wirtschaftsfaktor im Gegensatz zu früher eine größere Rolle: "Sobald mehr Geld auf dem Spiel steht, beeinflusst das die Atmosphäre, und die ganze Sache wird mehr und mehr zu einem Geschäft", weiß der 82-Jährige.

Fotoquelle: xpbimages.com

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