Trotz guter Ergebnisse sind Lewis Hamilton und der F1 W04 noch keine richtige Einheit

Formel 1 2013

— 04.07.2013

Hamilton: "Haben das Potenzial, den Titel zu gewinnen"

Lewis Hamilton erlebt bis dato einen starken Einstand bei Mercedes, ist mit dem Fahrgefühl im F1 W04 aber noch immer nicht hundertprozentig glücklich



Nach acht Rennen der Formel-1-Saison 2013 ist Mercedes dasjenige Team im Feld, welches gegenüber dem Vorjahr die größten Fortschritte gemacht hat. Nico Rosberg siegte in Monte Carlo und Silverstone. Neuzugang Lewis Hamilton wartet zwar noch auf seinen ersten Mercedes-Triumph, liegt in der Gesamtwertung aber vor Rosberg. Das Heimspiel auf dem Nürburgring nehmen die Silberpfeile als schärfster Red-Bull-Verfolger unter die Räder.

Hamilton zeigt sich davon nicht überrascht. "Es ist ja nicht über Nacht passiert, sondern über einen gewissen Zeitraum. Für mich war das keine Überraschung. Ich habe die Arbeit der Jungs in der Fabrik beobachtet. In dieser Arbeit liegen die guten Ergebnisse begründet", urteilt der Brite, der im Winter nach sechs Jahren bei McLaren zu Mercedes gewechselt hat. "Ich glaube, dieses Team hat das Potenzial, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Ob das in diesem oder im nächsten Jahr passiert, werden wir sehen", gibt sich Hamilton überaus optimistisch.

Auf die Frage, was am F1 W04 seit dem ersten Rennen der Saison in Melbourne verbessert wurde, antwortet Hamilton: "Das Auto ist kontinuierlich weiterentwickelt worden. Die Dinge, die wir in der Hinterhand hatten, haben einfach eine gewisse Zeit benötigt, bis sie richtig funktioniert haben. Manche Dinge, die wir in diesem Jahr an die Strecke mitbrachten, haben nicht so gut funktioniert. In Barcelona und Bahrain hatten wir große Probleme. Doch jetzt läuft es. Das ist natürlich toll und ich hoffe, dass es so weitergeht."

Fahrgefühl noch nicht perfekt

Bei seinem Heimspiel in Silverstone fuhr Hamilton am vergangenen Samstag mit einer Traumrunde auf die Pole-Position. Im Rennen war der Weltmeister des Jahres 2008 dann der erste von insgesamt sechs Fahrern, denen durch Reifenschaden ein Top-Ergebnis vereitelt wurde. Unterm Strich reichte es für den Mercedes-Piloten immerhin noch zu Rang vier.

Darauf möchte Hamilton am Nürburgring aufbauen, stellt aber klar, dass er am Steuer des F1 W04 das perfekte Fahrgefühl noch immer nicht gefunden hat. "Aus irgendeinem Grund fühle ich mich nach wie vor nicht hundertprozentig wohl im Auto. Ich würde sagen, es ist das erste Jahr in meinem Rennfahrerleben, in dem das so ist. Wenn ich mir aber die Ergebnisse anschaue, die ich mit diesem Gefühl eingefahren habe, dann stimmt mich das für den Rest der Saison außerordentlich positiv."

"Ich weiß wirklich nicht, was es ist", rätselt Hamilton über den Grund für das noch nicht perfekte Fahrgefühl und erklärt: "Wenn man ein Formel-1-Auto fährt, dann muss man es richtig spüren. Es muss diese Verbindung zwischen Fahrer und Auto da sein. Nur wenn diese Verbindung da ist, kann man das Auto richtig in die Kurven werfen und dadurch einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz herausfahren."

Vergleich zu erster McLaren-Saison nicht möglich

"Das Auto ist unglaublich, aber es lässt sich nicht so einfach fahren wie die Autos, die ich in der Vergangenheit gefahren habe", setzt der langjährige McLaren-Pilot fort. "Ich war jahrelang für ein und dasselbe Team unterwegs. In diesem Zeitraum wurde das Auto von Jahr zu Jahr besser auf mich angepasst: Bremsen, Sitzposition, Bedienelemente im Cockpit. Nun sitze ich in einem Auto, das für Nico und Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) entwickelt wurde. Es braucht einfach noch etwas Zeit, um das Auto auf meine Bedürfnisse anzupassen."

Mit der Saison 2007 - seinem ersten Jahr bei McLaren - könne man das laufende Rennjahr ohnehin nicht vergleichen, wie Hamilton betont: "Ich glaube, ich habe damals acht Testtage gebraucht, um vom Tempo her ganz vorn dabei zu sein. Das war aber mein erstes Formel-1-Auto, das ich damals natürlich mit keinem anderen Auto vergleichen konnte."

"Wenn es mir gelingt, das Maximum aus dem Auto herauszuholen, dann freue auch ich mich auf solche Ergebnisse", nimmt der Mercedes-Neuzugang in seiner Vorausschau auf die zweite Saisonhälfte Bezug auf die beiden 2013er-Siege seines Teamkollegen Rosberg.

Fotoquelle: xpbimages.com

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