Formel 1 2013

— 05.07.2013

Rosberg über Teamduell: "Pushen uns gegenseitig"

Nico Rosberg erklärt, warum er von seinem Teamkollegen Lewis Hamilton profitiert und wie das Verhältnis zu ihm ist - Brawn zieht Vergleich zu Schumacher



Mit dem Fahrerduo Nico Rosberg und Lewis Hamilton kann Mercedes derzeit sehr zufrieden sein: Beide liegen auf der Strecke und auch in Gesamtwertung eng beieinander. Laut Rosberg liegt das Geheimnis bei dem positiven Druck, den sich beide Fahrer gegenseitig machen und an ihrem freundschaftlichen Verhältnis, was nicht nur durch die Nachbarschaft begründet ist. Auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn zeigt sich mit der aktuellen Fahrerpaarung glücklich. Dass es auch anders laufen kann, hat der Brite jahrelang bei seinen vorherigen Arbeitgebern erlebt.

Brawn sieht sein Fahrerduo Hamilton/Rosberg gut ausbalanciert. "Sie sind beide hochtalentiert und die Tatsache, dass sie so gut zusammenarbeiten, ist ein großes Plus für das Team", freut sich der 58-Jährige gegenüber 'Daily Mirror'. Der Brite weiß, wovon er spricht, denn er kennt es auch anders: Bei Michael Schumacher hatte ein Teamkollege - ob er nun Irvine, Barrichello oder sonst wie hieß - stets das Nachsehen gegen den dominanten Deutschen.

Auf den Vergleich angesprochen verteidigt Brawn seinen ehemaligen Schützling, mit dem er sieben Weltmeisterschaften gewinnen konnte: "Michael hatte nicht vorsätzlich, sondern weil er so gut war oft Schwierigkeiten mit dem anderen Fahrer, weil sie nie an sein Level herankamen", erklärt er. Aktuell sei dies anders: "Hier ist keiner von beiden Fahrern dominierend", so Brawn. Eine Garantie, dass es auch weiterhin zu harmonisch zugeht, gibt es laut dem Briten aber nicht. "Vielleicht wird etwas passieren etwas oder es entwickelt sich etwas", fügt er hinzu.

Herausforderung mit Hamilton laut Rosberg "eine andere"

Laut Rosberg sei die Herausforderung mit seinem neuen Teamkollegen Hamilton im Vergleich zu der mit Michael Schumacher keineswegs größer, aber durchaus anders, wie er betont. "Michael war auch ein sehr guter Maßstab", so Rosberg gegenüber 'London Evening Standard'. "Er war eine große Konkurrenz, aber mit Lewis ist es anders und eine andere, gute Herausforderung", erzählt er weiter.

Ohnehin hat der 28-Jährige seine eigenen Ziele und schaut primär auf seine eigene Leistung. "Ich pushe mich weiterhin die ganze Zeit selber und es ist immer in meinem Hinterkopf, wie ich eine bessere Person und ein besserer Fahrer werden kann. Ich arbeite härter und ich fühle, dass ich mich in dieser Saison im Vergleich zu vergangenen Jahren verbessert habe."

Rosberg ist der Meinung, dass sein Teamkollege aber das Puzzleteil ist, das aus ihm das Beste herausholt. "Das tut er definitiv. Die Herausforderung, die er stellt und der Wettbewerb, den wir haben, sind großartig, wir pushen uns regelrecht gegenseitig", schwärmt der gebürtige Wiesbadener und betont: "Wir sind im Moment sehr eng beieinander, das ist gut für uns und das Team. Es ist eine Menge Respekt zwischen uns und wir schätzen uns gegenseitig. Das ist sehr gut - die beste Sache, die einem Team passieren kann."

Nachbarn im Haus und Konkurrenten auf der Strecke

Der Wahlmonegasse Rosberg und Hamilton kennen sich schon seit gemeinsamen Kartzeiten, bezeichnen sich als Freunde - und wohnen sogar im Fürstentum im selben Gebäude. Muss die Freundschaft für den Kampf um die jeweils bessere Position im Team in die Warteschleife gesetzt werden? "Ganz im Gegenteil", entgegnet Rosberg. "Wir sind Teamkollegen und verbringen offenkundig mehr Zeit zusammen." Auch als Nachbarn haben sie "einige spaßige Zeiten". "In Monaco sehen wir uns - nicht sooft, aber wir treffen uns gerne", so Rosberg weiter.

Nach den gemeinsamen Kartzeiten haben sich die Wege der wiedervereinten Weggefährten getrennt. "In der Vergangenheit hatten wir zwei verschiedene Teams und somit unterschiedliche Verpflichtungen", erklärt Rosberg. Auch in jungen Jahren haben sich die beiden auf der Strecke nichts geschenkt.

"Wir sind mehrfach gegeneinander gefahren. Es gab auch ein paar harte Zeiten, aber das hat sich nie auf unser Verhältnis neben der Strecke ausgewirkt" erinnert sich Rosberg und hat auch eine Erklärung dafür: "Ich denke, dass liegt auch an dem Respekt, den wir haben." Wie Teamchef Brawn weist aber auch Rosberg darauf hin: "Natürlich weiß man nie, wie sich die Dinge ändern, aber es klappt gut."

Fotoquelle: xpbimages.com

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