Der Reifenschaden von Sergio Perez im Training soll ein Vorbote gewesen sein

Formel 1 2013

— 05.07.2013

Silverstone: Pirelli erhielt Warnung von McLaren

Nach dem Reifenschaden von Sergio Perez im Training will McLaren Pirelli mit einer schriftlichen Warnung vor drohenden Problemen aufmerksam gemacht haben



Langsam kommen neue Erkenntnisse im Fall Pirelli auf. McLaren will den Reifenhersteller schon vor dem Großen Preis in Silverstone darauf aufmerksam gemacht haben, dass es im Rennen zu Reifenschäden kommen kann, nachdem McLaren-Pilot Sergio Perez bereits im dritten Training ein ähnliches Problem mit den Pneus erlebte. Doch die Italiener glaubten nicht, dass eine Gefährdung der Sicherheit für das Rennen bestand. Was folgte, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein.

Infolgedessen änderte man für den Nürburgring einige grundlegende Dinge. Zu den neuen Reifen gab man auch neue Reifendrücke und Sturzwerte, an die die Teams sich halten sollen, heraus. Zudem wurde das Tauschen der Reifen auf der Hinterachse verboten - zu spät, wie Motorsportchef Paul Hembery einräumen muss. "Wir haben die Auswirkungen des Reifentauschens unterschätzt", räumt Sportchef Paul Hembery ein. "Wir hätten das den Teams viel früher verbieten sollen." Laut 'auto motor und sport' soll McLaren Pirelli bereits schriftlich über die Auswirkungen gewarnt haben.

Denn in den Reihen der Chrompfeile arbeitet mit Hiroshi Imai der frühere Chefentwickler bei Bridgestone. Auch der japanische Reifenhersteller sah sich zu seiner Formel-1-Zeit mit ähnlichen Praktiken konfrontiert, und verbot den Teams, die Reifen auf die falsche Seite zu montieren. Darum war man bei McLaren mit dieser Methode auch bei den Pirelli-Reifen vorsichtig. "Wir haben andere Teams beim Reifentauschen beobachtet und wollten von Pirelli wissen, ob wir das ohne Risiko auch machen können", erklärt Teamchef Martin Whitmarsh.

Pirelli versicherte dem Team ebenfalls schriftlich, dass keinerlei Bedenken dabei mitschwingen. Laut Whitmarsh habe man sich somit in Silverstone zu 100 Prozent an die Vorgaben des Reifenherstellers gehalten. Trotzdem wurden die Teams von Pirelli nach dem Rennen angegriffen, eine Mitschuld an den Schäden zu tragen, was der Teamchef nicht verstehen kann. "Ich kann nicht für die anderen Teams sprechen, aber wir waren bei jedem Rennen in diesem Jahr mit den Luftdrücken und Sturzwerten unter den von Pirelli empfohlenen Daten."

Das muss auch Paul Hembery eingestehen. Gegenüber 'auto motor und sport' bestätigte er: "McLaren fuhr immer im Rahmen des Erlaubten. Und sie haben auch wegen des Reifentauschens gefragt. Wir haben ihnen grünes Licht gegeben." Das wird so schnell wohl nicht wieder passieren.

Fotoquelle: xpbimages.com

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