Franz Tost hofft, dass es einer seiner beiden Piloten ins Red-Bull-Cockpit schafft

Formel 1 2013

— 06.07.2013

Tost über Toro-Rosso-Teamduell: "Die Rivalität steigt"

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost hat seine helle Freude am verschärften Wettbewerb der beiden Piloten Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne



Das ohnehin spannende Toro-Rosso-Teamduell zwischen Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne erfährt durch die nicht mehr nur theoretische, sondern angesichts des Formel-1-Abschieds von Mark Webber nun auch tatsächlich greifbare Chance auf ein Red-Bull-Cockpit zusätzliche Prägnanz. Nach WM-Punkten in dieser Saison liegt Vergne derzeit noch knapp vorn (13:11). Im Qualifying allerdings führt Ricciardo mit 6:3 inzwischen deutlich.

Ricciardo wirkt durch die Aussicht auf das Cockpit neben Sebastian Vettel besonders angestachelt und offenbart: "Vor all den Gesprächen über Red Bull hatte ich zwei schlechte Rennen. Dann gab es nach Montreal eine zweiwöchige Pause. In dieser Zeit haben wir uns zusammengesetzt und versucht zu verstehen, wie wir uns verbessern können. JEV hatte zwei starke Rennen. Dadurch wusste ich, dass das Auto Potenzial hat."

"Wir arbeiten außerhalb des Cockpits immer hart. In dieser Zeit habe ich noch etwas härter gearbeitet, damit mir der nächste Schritt gelingt. Die Red-Bull-Sache kam dann noch als Sahnehäubchen hinzu", so der 24-jährige Australier, der am vergangenen Wochenende in Silverstone mit Startplatz fünf das bisher beste Qualifying seiner Formel-1-Karriere hinlegte und tags darauf seinen Punkterückstand auf Vergne von sechs auf deren zwei Zähler verkürzte.

Ricciardo hat Blut geleckt

Auch am Nürburgring-Wochenende hat Ricciardo seinen französischen Teamgefährten bisher deutlich im Griff. Der Australier schaffte erneut den Sprung in Q3 und startet am Sonntag von Position sechs. Vergne hingegen schaffte es mit Mühe und Not in Q2, war dort dann der langsamste aller teilnehmenden Fahrer und startet somit als 16. in den Großen Preis von Deutschland.

Bei Toro Rosso sieht man das Duell der beiden Piloten mit großer Freude. "Ich sage es mal so: Im Team hat sich nichts groß verändert, weil man immer davon ausgeht, dass jeder das Beste gibt", betont Teamchef Franz Tost im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com', um anzufügen: "Aber natürlich sind die Fahrer jetzt schon ein bisschen mehr unter Druck und auch mehr fokussiert. Die Rivalität steigt. Ich begrüße das und ich hoffe, dass sich das in guten Resultaten niederschlägt."

Das Positive überwiegt bei Tost

Sollte das teaminterne Duell Toro Rosso tatsächlich zu neuen Höhenflügen verhelfen, dann glaubt der 57-jährige Österreicher fest an die Red-Bull-Philosophie, wonach der stärkere der beiden Piloten ins A-Team aufsteigen darf. "Das war ja schon immer so geplant. Als Dietrich Mateschitz beziehungsweise Red Bull Toro Rosso ins Leben gerufen hat, war ganz klar eine Aufgabenstellung, junge Fahrer auszubilden", erinnert Tost. "Das heißt: Fahrer vom Red-Bull-Fahrerpool zu übernehmen und ihnen den Einstieg in die Formel 1 zu ermöglichen. Wenn es uns dann gelingt, einen Fahrer aufzubauen und so gut vorzubereiten, dass er bei Red Bull einen Sitz hat, dann ist das ein guter Beweis für unsere Arbeit."

Gleichzeitig würde ein solcher Aufstieg eine Schwächung des Toro-Rosso-Teams bedeuten. Damit könnte Tost aber gut leben, wie er zu verstehen gibt: "Ich sehe das mit einem lachenden Auge. Wenn man einen guten Fahrer verliert, ist auch das weinende Auge da, okay. Das Positive überwiegt aber." Bleibt die Frage, für welchen der beiden Toro-Rosso-Fahrer man sich bei Red Bull entscheidet. Oder wird es am Ende doch Kimi Räikkönen? Der gegenwärtig bei Lotus unter Vertrag stehende Finne weiß nach wie vor nicht, wo er im kommenden Jahr fahren wird.

Fotoquelle: xpbimages.com

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