Werden Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen 2014 Teamkollegen bei Red Bull?

Formel 1 2013

— 07.07.2013

Räikkönen: "Die bei Red Bull wollen mich"

Kimi Räikkönen bestätigt, dass ihm ein Angebot von Red Bull vorliegt, und erklärt ausführlich, nach welchen Kriterien er seine Entscheidung treffen wird



Das Formel-1-Comeback von Kimi Räikkönen ist ungleich erfolgreicher verlaufen als jenes von Michael Schumacher und könnte dem Weltmeister von 2007 im Spätherbst seiner Karriere sogar noch einmal einen Wechsel zu einem absoluten Topteam bescheren. Denn neben den beiden Toro-Rosso-Junioren Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne gehört er zu den potenziellen Nachfolgern von Mark Webber bei Red Bull.

"Die bei Red Bull wollen mich", sagt Räikkönen im Interview mit 'Formula1.com', "aber ich habe auch andere Möglichkeiten." Welche das sind, verrät er nicht, aber zunehmend unwahrscheinlich gilt ein Verbleib bei Lotus. Die finanzielle Schieflage des Teams führte immer wieder zu stockenden Gehaltszahlungen, sodass der "Iceman" laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' vorzeitig hinschmeißen wollte und überredet werden musste, die Saison zu Ende zu fahren.

Vergangene Woche tauchte er in Silverstone mit einem provokanten Irokesen-Haarschnitt auf, der unter der Kappe gut vor der Öffentlichkeit versteckt wurde - ein Akt der Rebellion, wie Beobachter vermuten. Doch gerade die persönlichen Freiheiten sind ein Punkt, der Räikkönen bei Lotus bisher eigentlich gefallen hat und auf den er auch in Zukunft großen Wert legen wird, denn: "Ich will tun und lassen, was ich will. Das ist alles."

Ob ihm diesen Luxus auch Red Bull oder ein anderes Team einräumen könnte, weiß der 33-Jährige momentan nicht - und er will sich daher zeitlich auch nicht unter Druck setzen lassen: "Ich habe keine Frist", sagt er. "Natürlich werde ich mich an einem gewissen Punkt entscheiden, aber es gibt noch viele Dinge, die stimmen müssen, und gut Ding braucht eben Weile." Und dass es die perfekte Welt nicht gibt, ist ihm sowieso klar.

"Ich war ja schon bei mehreren Teams. Jedes Team ist anders; überall gibt es manches, was gut ist, und dann und wann gibt es auch bittere Pillen zu schlucken." Etwa bei McLaren, wo er einerseits Adrian-Newey-Designs fahren konnte ("Ich bin ja schon Autos gefahren, die er entworfen hat"), sich aber andererseits dem strengen PR-Regime von Ron Dennis unterwerfen musste. Auf so einen faulen Kompromiss würde er sich heute nicht mehr einlassen.

Was die persönlichen Freiheiten angeht, habe er immer versucht, "das Maximum für mich rauszuholen", unterstreicht Räikkönen: "Bei manchen Teams hast du ein bisschen mehr zu tun als bei anderen. Das hängt großteils von den Sponsoren ab. Das Wichtigste für mich ist, dass ich weiterhin mein Zeug machen kann." Zum Beispiel im Gorilla-Kostüm Snowmobil-Rennen fahren. "Das war früher nicht anders und wird sich in Zukunft nicht ändern."

Die Freundschaft zu Sebastian Vettel spielt in seinen Überlegungen "keine Rolle", ebenso wenig wie der Newey-Faktor: "Es gibt nicht dieses eine Kriterium. Es gibt Dinge, die in Bezug auf das Rennfahren wichtig sind, und es gibt andere Dinge, die jenseits des Rennfahrens wichtig sind. Aber ich entscheide mich nie nur wegen einer Sache, sondern es geht um das Gesamtpaket. So überraschend, wie das auch klingen mag, aber ich schaue mir die Details ganz genau an!"

Fotoquelle: xpbimages.com

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