Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel in der Pressekonferent nach dem Rennen

Formel 1 2013

— 07.07.2013

Vettel kann sich Räikkönen als Teamkollegen vorstellen

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sprechen nach ihrem Duell über den möglichen Wechsel des "Icemans" zu Red Bull - Noch ist nichts unterschrieben, alles ist offen



Haben auf dem Nürburgring die beiden nächstjährigen Red-Bull-Teamkollegen gegeneinander um den Sieg gekämpft? Die Gerüchteküche bringt Kimi Räikkönen seit einiger Zeit mit Red Bull in Verbindung. Der Grand Prix von Deutschland hat einmal mehr unterstrichen, wie stark die beiden Fahrer Sebastian Vettel und Räikkönen derzeit sind. Auch abseits der Strecke verstehen sich die beiden Weltmeister gut. Nach dem spannenden Rennen wurden die beiden in der Pressekonferenz erneut mit dem Thema konfrontiert. Vettel saß in der Mitte des Tisches, rechts von ihm saß der "Iceman" mit gewohnt gelangweiltem Gesichtsausdruck.

Frage an Vettel: Kannst du dir vorstellen, dass du im nächsten Jahr gegen Kimi mit gleichem Material kämpfen wirst? "Es würde mich nicht stören. Ich glaube, dass er heute nicht so nett zu mir war, aber um ganz ehrlich zu sein: Es ist nicht meine Entscheidung", hält der dreifache Weltmeister fest. "Ich glaube, ich habe eine gute Beziehung zum Team, aber wir haben ehrlich gesagt noch nicht darüber detailliert gesprochen."

"Ich glaube, das Team hat für die Entscheidung auch keinen Druck. Zumindest wurde mir das so mitgeteilt. Ich finde, ich komme mit Kimi ganz gut zurecht. Wir haben auf der Strecke nie ein Problem. Sollte wir eines Tages doch auf der Strecke einen Crash haben, dann glaube ich, dass wir damit wie Erwachsene umgehen werden, darüber sprechen und es unter uns klären werden. Ich glaube, dass das meine Beziehung zu ihm ist. Ich respektiere ihn auf und neben der Strecke sehr, aber es ist wie gesagt nicht meine Entscheidung."

Räikkönen zählt zu den schnellsten und besten Formel-1-Fahrern der Welt. Würde sich Vettel auf die Herausforderung freuen, wenn der "Iceman" auch für Red Bull fahren würde? "Natürlich. Ich glaube, dass es auf eine Art etwas merkwürdig wäre, weil ich zu Kimi aufgeschaut habe, als er für McLaren gefahren ist und gegen Michael (Schumacher; Anm. d. Red.) gekämpft hat. Sein McLaren ging aber oft in die Knie."

"Seit seinem Comeback fahren wir nun gegeneinander und ich glaube, dass er ohne Zweifel im Qualifying und im Rennen seine Arbeit sehr gut macht. Er holt das Maximum aus dem Auto - und genau das ist unsere Aufgabe. Er macht seine Sache sehr gut. Das ist meine Meinung." Räikkönen saß in der Pressekonferenz daneben und hörte sich Vettels Ausführungen an. Was hat der Finne zu den Wechselgerüchten um seine Person zu sagen? "Ich weiß nicht, was in der Zukunft passieren wird."

"Zu einem gewissen Zeitpunkt werden die Entscheidungen fallen, aber bis dahin müssen wir über nichts reden. Ich würde es ganz bestimmt sagen, wenn ich etwas wüsste, damit die Gerüchte und all dieser Blödsinn aufhört", sagt Räikkönen in seiner entwaffnenden Art. "Im Moment gibt es nichts für das nächste Jahr. Wir werden es sehen. Natürlich, wenn wir etwas wissen, dann werden wir es auch sagen. Ich habe für meine Entscheidung aber keinen Druck."

Red Bull hat Interesse

"Ich versuche natürlich für mich die richtige Entscheidung zu treffen, aber es hängt von vielen Dingen ab. Im nächsten Jahr gibt es das neue Reglement. Es kann vielleicht auch die falsche Entscheidung sein. Wie auch immer es sein wird, ich werde damit leben können. Wir werden es sehen." In den letzten Runden des spannenden Schlagabtausches dachte Räikkönen nicht an das nächste Jahr. "Natürlich nicht. Ich versuche zu gewinnen. Es ist mir egal, ob es ein Teamkollege oder ein anderes Team ist."

"Solange wir eine Chance haben, werde ich es versuchen. Sollte sich eine Chance auf ein Überholmanöver ergeben, dann werde ich es versuchen. Ich war heute aber nie so knapp dran, weshalb ich nichts tun konnte." Auf dem Nürburgring zeigte auch sein Lotus-Teamkollege Romain Grosjean sein Talent. Dennoch ist Räikkönen der Star des Teams. "Es wäre sehr wichtig, Kimi zu halten, denn er arbeitet sehr gut mit dem Team zusammen", sagt Lotus-Teamchef Eric Boullier bei 'Sky'.

"Aber Kimi wird nur dann bleiben, wenn er es will, daher müssen wir ihm geben, wonach er verlangt." Hat er bei Lotus schon etwas unterschrieben? "Nein, bisher nicht." Damit ist Räikkönen auf dem Markt. Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko lässt sich auch nichts entlocken: "Wir haben gesagt, dass wir uns später im Sommer entscheiden. Wir schauen uns die Möglichkeiten genau an. Kimi steht allerdings weit oben auf unserer Liste", bestätigt der Österreicher das Interesse.

Fotoquelle: xpbimages.com

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