Es war einmal: Josh Hill ist ausgestiegen, Papa Damon (re.) zeigt aber Verständnis

Formel 1 2013

— 10.07.2013

Die Familien-Tradition endet: Hill jr. hört mit dem Rennsport auf

Josh Hill wandelt nicht mehr länger auf den Spuren seines Großvaters und seines Vaters, sondern beendet seine Motorsport-Karriere, um Anderes zu tun



Graham Hill war Formel-1-Weltmeister. Sein Sohn Damon Hill war Formel-1-Weltmeister. Und dessen Sohn Josh Hill schien darauf erpicht zu sein, es seinem Großvater und seinem Vater gleichzutun und ebenfalls in die Formel 1 zu gelangen. Doch nun hat der Junior überraschend seine Motorsport-Karriere beendet. Die Formel 3 stellt demnach die Endstation für die dritte Generation der Hills dar.

"Als Teil der Hill-Familie war es unausweichlich, dass es mich zum Rennsport hinzog", sagt Josh Hill. "Ich habe unheimlich viel gelernt und diese Erfahrung wirklich genossen. Ich will aber nicht antreten, wenn ich nicht zu einhundert Prozent dahinter stehe. Und weil ich nun Ambitionen in anderen Bereichen hege, glaube ich, ist es der richtige Schritt, mich vom Motorsport zurückzuziehen."

Und so bricht Hill jr. seine Saison in der Formel-3-EM vorzeitig ab, als aktuell Zehntplatzierter in der Gesamtwertung. Sein bestes Ergebnis hatte er im Mai 2013 in Hockenheim erzielt, wo er als Zweiter auf dem Podest gestanden hatte. Im Jahr zuvor hatte Hill jr. die Formel Renault 2.0 mit fünf Laufsiegen als Gesamtdritter beendet und anschließend den Aufstieg in die Formel 3 gewagt, die er nun verlässt.

Was sein Vater Damon verstehen kann. Er meint: "Nicht viele von uns wissen, was es bedeutet, in eine Rennfahrer-Dynastie hineingeboren zu werden. Es ist vollkommen verständlich, wenn Josh erst herausfinden muss, ob Rennfahren seine Hauptberufung ist oder nicht." Hill, Weltmeister von 1996, verspürt angesichts dieser Neuigkeiten aber auch "eine gewisse Traurigkeit", wie er frei heraus gesteht.

"Ich bin mir auch sicher, dass es nun viele enttäuschte Hill-Fans da draußen gibt. Wir hoffen, sie haben Verständnis", sagt er und zeigt sich philosophisch: "Manchmal erfordert es mehr Mut, aufzuhören, als weiterzumachen. Josh hat meine volle Unterstützung - wie immer." Auch wenn das bedeutet, dass die Rennfahrer-Tradition im Hause Hill nun ein vorläufiges Ende finden wird.

Fotoquelle: Renault

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