Klartext trübt ihr Verhältnis nicht: Lewis Hamilton mit Teamchef Ross Brawn

Formel 1 2013

— 10.07.2013

Brawn nennt Hamilton-Schelte "gesund"

Die deutlichen Aussagen seines Piloten beschreibt der Mercedes-Verantwortliche als produktiv, den Deutschland-Grand-Prix als verglichen mit 2012 als Fortschritt



Lewis Hamilton taugt mit seiner ehrlichen und zuweilen etwas zu direkten Art nicht gerade als Paradebeispiel fr das nchste Fhrungskrfte-Seminar bei Mercedes. Seine herbe Kritik an der Leistung der Silberpfeile auf dem Nrburgring will Teamchef Ross Brawn dennoch nicht als kontraproduktiv verstanden wissen. Im Gesprch mit 'Autosport' hebt der Brite hervor, dass sich die deutlichen Aussagen seines Piloten durchaus positiv auf das Vorankommen der Truppe ausgewirkt htten.

Brawn betont: "Sein Frust ist gesund fr uns, nicht negativ." Offenbar macht es das Hamilton eigene, unumwundene Anprangern von Missstnden Mercedes leichter, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. "Lewis trgt sein Herz auf der Zunge, aber nach dem Rennen war er sehr konstruktiv", findet Brawn, der zuletzt selbst in die Kritik geraten war. Lob gibt es auch fr den in der ffentlichkeit zurckhaltenderen Nico Rosberg: "Beide Fahrer haben uns im Debriefing Einblicke gegeben, was derzeit luft."

Fr so debakuls wie teilweise beschrieben hlt das "Superhirn" den Mercedes-Auftritt beim Heimspiel nicht und erinnert an die Pleiten der Vorsaison. "Wir mssen uns vor Augen halten, woher wir kommen. Wir sind enttuscht, weil wir beim Deutschland-Grand-Prix zwlf Punkte eingefahren haben. In der zweiten Hlfte des vergangenen Jahres htten wir uns dafr den Arm abgeschnitten." Fr Brawn ist noch nicht aller Tage Abend, er erkennt viel Potenzial im Auto: "In der Konstrukteurs-WM liegen wir noch immer auf Rang zwei und es gibt eine Menge Dinge, die wir unternehmen knnen."

Fotoquelle: Daimler

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