Nach nur zweienhalb Wochen kommt die Formel 1 erneut ins englische Silverstone

Formel 1 2013

— 16.07.2013

Endlich klare Verhältnisse vor Young-Driver-Test

Kurz vor dem Nachwuchstests in Silverstone haben alle Teams ihr Fahreraufgebot für die drei kommenden Tage bekanntgegeben - Auch Mercedes wird Daten erhalten



Am morgigen Mittwoch beginnt in Silverstone der diesjährige Young-Driver-Test (17. bis 19. Juli). Die dreitätige Veranstaltung steht normalerweise ganz im Zeichen der Nachwuchstalente, die ihre Klasse in einem Formel-1-Auto unter Beweis stellen können. In dieser Saison müssen sich die Jünglinge die Bühne jedoch mit einigen alten Hasen teilen, denn der Nachwuchstest wurde aufgrund der neuen Pirelli-Pneus zum Reifentest erweitert. Fast alle Teams reisen deshalb auch mit zumindest einem aktuellen Stammfahrer an, um aussagekräftige Ergebnisse aus den neuen Gummis zu gewinnen.

Das größte Fahrer-Aufgebot stellen die beiden Teams der roten Bullen: Sowohl Red Bull als auch Toro Rosso werden jeweils fünf verschiedene Fahrer einsetzen. Beim Weltmeisterteam bekommen als echte Neulinge Felix da Costa (zwei Tage) und Carlos Sainz Jun. die Chance. Außerdem wird Daniel Ricciardo Mittwochnachmittag im Red Bull Platz nehmen - eine Vorentscheidung im Kampf gegen seinen Teamkollegen Jean-Eric Vergne um das Cockpit 2014? Für Reifentests werden sowohl Sebastian Vettel als auch Mark Webber zum Einsatz kommen.

Bei Toro Rosso kommen neben ebenso Sainz Jun. noch Johny Cecotto und Daniil Kwjat als junge Fahrer zum Einsatz. Zudem werden beide Stammpiloten, Ricciardo und Vergne, ins Cockpit steigen. Beide Stammfahrer lässt auch Force India von der Leine. Neben Adrian Sutil und Paul di Resta darf sich James Calado auf seine Gelegenheit am Mittwoch freuen. Auch Caterham wird beide seine Stammfahrer einsetzen: Charles Pic und Giedo van der Garde werden sich den Freitag teilen, zuvor bekommen Alexander Rossi und Will Stevens ihre Chance. Für Marussia gehen Tio Ellinas und Rodolfo Gonzales sowie die beiden Stammfahrer Jules Bianchi und Max Chilton auf die Strecke.

McLaren setzt auf Rookies

McLaren wird demnach das einzige Team bei Young-Driver-Test sein, dass komplett ohne Stammpiloten anreist. Die Mannschaft aus Woking stellt jeden Testtag einem anderen Fahrer zur Verfügung, der noch nie an einem Formel-1-Rennen teilgenommen hat. In chronologischer Reihenfolge sollen Kevin Magnussen, Oliver Turvey und DTM-Fahrer Gary Paffett zum Einsatz kommen. Letzterer twitterte bereits: "Ich freue mich sehr darauf, wieder hinters Steuer des McLaren zu steigen, es ist schon viel zu lange her."

Wie Ferrari heute bekannt gab, setzt die Scuderia die meiste Zeit auf Testfahrer Davide Rigon, lässt aber auch Felipe Massa für Reifenangelegenheiten ran. Diesen Job wird bei Sauber Nico Hülkenberg übernehmen. Neben dem Deutschen greift das Schweizer Team auf seine Nachwuchstalente Robin Frijns (anderthalb Tage) und Kimiya Sato zurück, die ihr Talent zeigen dürfen. Lotus gibt ebenfalls zwei Youngstern die Chance: Davide Valsecchi soll am Donnerstag zum Einsatz kommen, Nicolas Prost zum Auftakt am Mittwoch. Der kann es kaum erwarten, twitterte bereits "Ich bin sehr motiviert für morgen!"

Williams wird mit Daniel Juncadella den zweiten DTM-Piloten einsetzen. Hinzu kommt Testfahrerin Susie Wolff, die die einzige weibliche Pilotin in Silverstone sein wird. Auch ihre Vorfreude ist groß: "Es ist endlich offiziell, ich werde am Freitag fahren. Große Chance, große Herausforderung - Ich kann es kaum erwarten", ließ die Schottin via Twitter verlauten. Gleichzeitig bedankt sie sich für die zahlreichen Glückwünsche. Pastor Maldonado soll ebenfalls für das britische Team auf die Strecke gehen.

Pirelli-Daten für Mercedes

Nach der Pirelli-Test-Affäre darf Mercedes nicht am Young-Driver-Test teilnehmen. Die zunächst milde erscheinende Strafe hat sich durch die Umwandlung zum Reifentest allerdings potenziert. Zum Glück aus Sicht der Silberpfeile wird das Team - wie alle anderen auch - nach den Testtagen Reifendaten von Pirelli erhalten, wie heute bekannt wurde. Pirelli-Motorsport-Chef Paul Hembery erklärt die Lage gegenüber 'Autosport': "Wir werden allen Teams das gleiche Feedback geben. Wir alle schauen auf dieselben Daten, also werden auch sie dieselben Informationen bekommen."

Die zu testenden neuen Reifen werden laut Pirelli eine Mischung aus der 2012er-Version und dem aktuellen Reifen sein. So greift der Reifenhersteller auf die Konstruktion des Vorjahres und die Laufflächen (Gummimischung) der aktuellen Saison zurück. Viele Daten aus 2012 sollen so wieder verwendet werden können, und auch generell geht Pirelli nicht von großen Änderungen in der Performance aus: "Wir erwarten nicht, dass sich der neue Reifen beim Fahren groß anders anfühlen wird, die allgemeine Charakteristik sollte ähnlich sein", so Hembery.

Fotoquelle: Pirelli

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