Bernie Ecclestones Stellung als Formel-1-Boss ist im Gefahr

Formel 1 2013

— 18.07.2013

Ecclestone-Anklage: Muss Formel-1-Besitzer CVC handeln?

Wie CVC Capital Partners, Inhaber der kommerziellen Formel-1-Rechte, auf die Anklage von Geschäftsführer Bernie Ecclestone reagiert und warum der Fall heikel ist



Lange gab es Zweifel, doch gestern wurde es offiziell bestätigt: Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone muss sich in der Schmiergeld-Affäre rund um den Verkauf der Formel 1 von der Bayern Landesbank an CVC Capital Partners vor der deutschen Justiz verantworten. Ihm wird vorgeworfen, mit Ex-BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky einen Beamten bestochen zu haben, damit dieser die Formel 1 an Ecclestones bevorzugten Bieter CVC verkauft. Auch der Vorwurf der Anstiftung zu Untreue steht im Raum. Am Mittwoch bestätigte der Brite, dass er die Anklageschrift erhalten hat.

Nun hat auch CVC Capital Partners - seit besagtem Verkauf 2005 Inhaber der kommerziellen Rechte der Formel 1 - auf die Anklage von Geschäftsführer Ecclestone reagiert. In einer Mitteilung der Private-Equity-Firma heißt es: "Herr Ecclestone, Geschäftsführer der Formel-1-Gruppe hat nun eine Anklageschrift in englischer Sprache vom Münchner Oberlandesgericht erhalten. Herr Ecclestone hat jetzt sechs Wochen Zeit, auf diese Anklageschrift zu reagieren, bevor das Gericht entscheidet, den Prozess zu eröffnen."

Der Formel-1-Vorstand werde "die Entwicklungen in dieser Angelegenheit entsprechend im Auge behalten", gab man abschließend bekannt. Die Situation ist tatsächlich heikel, denn für Konzerne wie Daimler ist es alleine wegen der strengen internen Compliance-Regeln grenzwertig, eine geschäftliche Beziehung mit Ecclestone aufrecht zu erhalten. Das weiß auch der 82-Jährige selbst. Bereits Ende 2012 gab er zu, dass CVC Capital Partners wahrscheinlich gezwungen wäre, ihn loszuwerden, sollten ihm in München der Prozess gemacht werden.

Fotoquelle: xpbimages.com

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