Sebastien Buemi hat als Simulatortester bereits Erfahrung mit dem neuen Reglement

Formel 1 2013

— 19.07.2013

Buemi: "Fahrstil wird sich 2014 verändern"

Sebastien Buemi erklärt, was einen guten Test- und Ersatzpiloten auszeichnet, und gibt Einblicke, wie sich das Reglement 2014 auf den Fahrstil auswirken wird



Sebastien Buemi wurde von Red Bull lange gefördert, doch in der Formel 1 gelang ihm der große Durchbruch nicht. Ende 2011 musste er wie sein damaliger Teamkollege Jaime Alguersuari das Toro-Rosso-Cockpit räumen und für die nächsten Red-Bull-Talente Platz machen. Während der Spanier mit seinem Arbeitgeber brach, fungiert der Schweizer seitdem als Ersatzpilot für die beiden Red-Bull-Rennställe.

Buemi, der zudem für Toyota in Le Mans antritt, gilt als absoluter Teamplayer, der auch den Nachwuchspiloten mit Rat und Tat zur Seite steht - auch für seine Rolle als Simulator-Pilot wird er in Milton Keynes sehr geschätzt. Er selbst sieht sich als wertvoller Teil des Teams, wie er gegenüber 'crash.net' erklärt: "Weil der Kalender so umfangreich, ist es für die Stammfahrer nicht so einfach, ständig im Simulator zu testen. Daher ist es wichtig für die Teams, einen Ersatzfahrer zu haben, der erfahren ist und dem das Team vertrauen kann. Die Zeit, die man im Simulator verbringt, ist sehr wichtig, um das Auto zu verbessern."

Buemis Routine kommt Red Bull zugute

Da hilft es, dass der Eidgenosse bereits einige Formel-1-Jahre auf dem Buckel hat. "Wenn man etwas testet und keine Erfahrung hat, dann kann man sich nie sicher sein. Man muss also wissen, wie die Formel 1 funktioniert, bevor man eine Testfahrer-Rolle annimmt."

Doch auch an den Renn-Wochenenden ist Buemi stets vor Ort und jederzeit bereit, ins Cockpit zu springen, sollte einer der Einsatzfahrer ausfallen. Das sei vor allem eine mentale Herausforderung: "Als Ersatzpilot muss man ständig im Rennmodus sein. Man muss sich so auf die Arbeit konzentrieren, wie es ein Rennfahrer macht." Was einen guten Test- und Ersatzpiloten auszeichnet? "Man muss die richtigen Entscheidungen treffen und gutes Feedback geben - das sind die wichtigsten Dinge."

2014: Neuer Fahrstil erforderlich

Diese Fähigkeiten muss Buemi auch einsetzen, um die Entwicklungsarbeit für das nächstjährige Auto im Simulator voranzutreiben. Während die Einsatzpiloten ihren Focus auf die aktuelle Saison legen, hat der Testpilot bereits einige Eindrücke von der "neuen" Formel 1 gewonnen, schließlich werden sich die Boliden 2014 radikal verändern: Die 2,4-Liter-V8-Saugmotoren werden durch kleinere, 1,6-Liter-V6-Turbomotoren ersetzt - zudem wird der Hybridantrieb aufgewertet.

Laut Buemi benötigen die Fahrer dafür auch einen anderen Fahrstil: "Es wird sich wegen des Turbo-Motors etwas verändern. Die Autos fahren sich anders, man hat doppelt so viel Drehmoment zur Verfügung, während man derzeit wegen des Auspuffanblasens mit hoher Drehzahl durch die Kurven fährt. Nächstes Jahr könnte das Gegenteil der Fall sein."

Fotoquelle: Red Bull

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