Hitze und ein Fitnesstest: Ist Ungarn genau das Richtige für Button

Formel 1 2013

— 19.07.2013

McLaren in Ungarn: Statistik, Schall und Rauch

Jenson Button und Sergio Perez sind trotz einer tollen Bilanz ihres Teams in Budapest nicht so naiv, an Siege aus dem Nichts zu glauben



Sechs der vergangenen acht Rennen auf dem Hungaroring entschied McLaren für sich. Dass am kommenden Wochenende der neunte Triumph folgt, scheint angesichts der jüngsten Leistungen des Teams mehr als unwahrscheinlich - auch wenn die Truppe aus Woking mit insgesamt elf Erfolgen auf der Piste unweit Budapests der erfolgreichste Konstrukteur an Ort und Stelle ist. Da wird es auch Jenson Button nicht viel helfen, dass er aus Ungarn immer gerne Ansichtskarten verschickt.

"Ich habe so viele gute Erinnerungen", schwärmt der Brite, der seinen ersten Grand-Prix-Sieg 2006 im Honda auf dem Hungaroring feierte und 2011 auch das 200. Rennen seiner Karriere ganz oben auf dem Podest beendete. "Das war unglaublich emotional, aber es fühlt sich an, als sei es schon so lange her", meint Button und schwärmt: "Es war einer der Tage, an dem alles klappte. das Auto traumhaft zu fahren war und ich die Sache einfach in trockene Tücher brachte. Jeder Sieg in der Formel 1 ist speziell, aber das war einer meiner schönsten Tage im Auto."

Derzeit scheint es allerdings vorbei mit der Herrlichkeit für die "Chrompfeile". Der Ex-Weltmeister ist Realist genug, um das einzuräumen: "Ein Sieg wird natürlich ein schwieriges Unterfangen, aber wir arbeiten mit Hochdruck: In Deutschland waren Reifenmanagement und Strategie so gut wie nie zuvor. Gut wäre es, über ein Auto mit etwas mehr Tempo zu verfügen, damit sich das auch auswirkt", fordert Button, der kleine Brötchen backt. Im Moment müsse man damit zufrieden sein, den bestmöglichen Job zu machen.

Perez mit Motivationsschub

Teamkollege Sergio Perez ist das zuletzt besser gelungen als zu Saisonbeginn. Auch wenn er an Budapest nicht die besten Erinnerungen hat, mag er die Strecke nach eigener Aussage. "Ich reise mit realistischen Erwartungen an. Nach einem positiven Wochenende am Nürburgring schenken wir der Verbesserung und dem Verständnis des MP4-28 alle Aufmerksamkeit." Vor zwei Wochen habe McLaren bewiesen, dass mit dem Team im Rennen zu rechnen sei, wenn alles passe. "Auch wenn wir nicht ganz so schnell sind wie die Spitze", relativiert Perez.

Der Mexikaner will einen Motivationsschub erhalten haben. Wenn er sich schon nicht auf einen Pokal freuen kann, dann wenigstens auf die gute Stimmung im Fahrerlager. Schließlich beginnt nach dem Rennen die vierwöchige Sommerpause. "Es wäre toll, jedes Teammitglied und jeden Mitarbeiter in der Fabrik mit einer weiteren starken Platzierungen innerhalb der Punkteränge in den Urlaub zu schicken", so Perez. An Cocktails am Strand denkt Martin Whitmarsh noch nicht, sondern lieber an die lauten und leidenschaftlichen Fans, die aus ganz Europa nach Ungarn reisen.

Fitnesstest Budapest

Der Teamchef kennt die Tücken der Bahn, auf der seit 1986 Formel-1-Grands-Prix stattfinden. "Der Hungaroring ist eine herausfordernde Strecke mit niedrigen Geschwindigkeiten, wie es keine zweite gibt. Es braucht eine gute Balance zwischen mechanischem Grip und aerodynamischer Traktion, um das Maximum aus den vielen Kurven herauszuholen", analysiert Whitmarsh. Weil sonst wenige Rennen auf der Piste ausgetragen werden, spielt die staubige und mit wenig Gummi belegte Oberfläche ebenfalls immer wieder eine Rolle.

Kondition und Fitness zahlen sich im um diese Jahreszeit oft heißen Osteuropa aus, weiß der McLaren-Verantwortliche: "Die Rennen belohnen oft hartnäckige, ausdauernde Fahrer, die Spaß am nicht nachlassenden Tempo auf diesem winkligen Kurs haben." Das klingt ganz nach Button "Wir erwarten keinen Sieg", bremst Whitmarsh. "Unser gutes Abscheiden in Deutschland hat uns aber bei der Stange gehalten. Das ganze Team freut sich darauf, auf einem Kurs, der uns liegt, an unserem Paket zu feilen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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