Formel 1 2013

— 25.07.2013

Ziel Platz fünf: Sutils Fehdehandschuh landet bei McLaren

Der Force-India-Pilot will mit seiner Truppe dem ehemaligen Weltmeister-Team ein Schnippchen schlagen und erkennt dabei keine Nachteile durch die neuen Reifen





Ist McLaren so schlecht oder Force India so gut? Diese Frage stellt sich Adrian Sutil gar nicht, wenn er im Vorfeld des Ungarn-Grand-Prix auf den WM-Stand bei den Konstrukteuren blickt. Die Devise des Gräfelfingers heißt ganz einfach: "Vorne bleiben!" Zumal ein besseres Abscheiden für die Vijay-Mallya-Truppe besonders süß wäre, schließlich sind die Inder als Technologiepartner vertraglich an die "Chrompfeile" gebunden. "Wir dürfen, natürlich", negiert Sutil jede Regie hinter den Kulissen.

Force India hat derzeit 59 Zähler auf dem Konto, die "Chrompfeile" nur deren 49. "Das wäre super und für das Team finanziell ein sehr guter Schub für das nächste Jahr", schwärmt der 30-Jährige davon, dass sich die Verhältnisse bis nach dem Saisonfinale in Brasilien nicht ändern. Sutil schwant, dass Martin Whitmarsh und seine Mannen - mittlerweile auch kein Krösus der Königsklasse mehr - noch Pfeile im Köcher haben: "Sie werden mit Sicherheit alles daran setzen, vor uns ins Ziel zu kommen."

Dass ausgerechnet ein Team mit dem eigenen Know-how vor den eigenen Farben steht, dürfte McLaren nicht schmecken, weiß Sutil: "Das ist für sie wahrscheinlich nicht so schön. Es ist eine Herausforderung und wir werden alles geben." Die neuen Pirelli-Reifen, die die Fahrer beim Young-Driver-Test in Silverstone erstmals probierten, könnten den Briten in die Karten gespielt haben. Schließlich kam Force India laut Sutil in Saisonhälfte eins besser zurecht als die Konkurrenz: "Das kann vielleicht ein bisschen umschlagen oder ein bisschen ausbalancierter sein", vermutet der Formel-1-Rückkehrer.

Dennoch sind die Eindrücke nach 98 Runden Testen in der vergangenen Woche durchweg positiv, was den Pneu betrifft. "Ich weiß nicht, ob er besser passt", rätselt Sutil, wenn es um seinen Boliden und die neuen Gummis geht. "Er hat ein etwas verändertes Fahrverhalten, er ist aber wesentlich konstanter und ein bisschen einfacher zu verstehen auf einer Runde." Dennoch warnt er davor, die Eindrücke zu verallgemeinern. Er lehnt sich lieber nicht so weit aus dem Fenster - zu viele Pirelli-Überraschungen gab es schon: "Das kann hier wieder anders aussehen. Bevor ich das zu optimistisch angehe, lieber ein bisschen Vorsicht."

Sich Sorgen um die Sicherheit zu machen, hält Sutil angesichts der erwiesenermaßen zuverlässigen 2012er Konstruktionsweise für unangebracht. "Die Rennen im vergangenen Jahr konnte ich im Fernsehen gut verfolgen, da gab es nicht so viele Schwierigkeiten. Er schien mir ein bisschen konstanter zu sein, das Gefühl hatte ich in Silverstone. Das erwarte ich hier auch", berichtet der Force-India-Pilot und ist sich trotz der Novelle sicher, den Platz in der Hackordnung und damit vor McLaren zu halten: "Ich keine Angst", demonstriert Sutil eine breite Brust. "Wir sind immer noch gut genug, um in den Top 10 zu fahren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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Adrian Sutil



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