Paul Hembery sieht die Nachteile bei Niki Lauda und Mercedes nicht so eng

Formel 1 2013

— 26.07.2013

Hembery lüftet: Wie groß ist der Mercedes-Nachteil?

Paul Hembery glaubt, dass Mercedes in Ungarn reifentechnisch keine großen Nachteile haben wird - Verpasster Test eher aus Entwicklungssicht verheerend



Die Frage, die sich viele vor dem Großen Preis von Ungarn gestellt haben, ist: Wie stark ist der Nachteil durch den verpassten Young-Driver-Test in Silverstone? Dort konnten die Teams die neuen Reifen ausgiebig testen, Mercedes war nach dem Urteil des Internationalen Tribunals davon allerdings ausgeschlossen und ging daher ohne Vorkenntnisse in den heutigen Trainingsfreitag.

Ohne Vorkenntnisse? Das stimmt nicht so ganz: "Sie haben die Basisinformationen bekommen", erklärt Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery. Der Reifenhersteller hatte nach den drei Testtagen allen Teams die gesammelten Daten zur Verfügung gestellt - auch Mercedes. Von null mussten die Silberpfeile also nicht starten. "Es ist natürlich nicht das Gleiche, wie wenn sie selbst teilgenommen hätten", muss Hembery aber zugeben.

Aber einen großen Nachteil will der Brite nicht erkennen: "Sie haben viele Daten. Sie haben alle Windkanaldaten mit den Windkanalreifen, also werden sie auch wissen, was sie hier fahren werden", meint er, dass auch aus dem Vorjahr noch Datenmaterial zur Analyse vorhanden sein muss. "Sie können sich glücklich schätzen, dass ihnen die Struktur schon bekannt ist. Sie haben viele Daten aus der abgelaufenen Saison."

Doch dann kommt das große "aber": "Wo ihnen allerdings etwas fehlt, ist in Sachen Entwicklungsarbeit", glaubt Hembery, dass Mercedes anderweitig bestraft wird. Denn der Rennstall aus Brackley habe viele neue Teile für einen Einsatz geplant. "Das wird sie hart treffen. Es geht weniger um die Reifen sondern mehr um die Entwicklung." Bei 33.000 Testkilometer der anderen Teams haben die Silberpfeile viele wertvolle Meter verloren.

Doch was ändert sich für Mercedes nun durch die neuen Reifen? Paul Hembery glaubt: nicht viel. "Ich glaube nicht, dass sich die Probleme, die sie hatten, groß geändert haben. Das war für zwei Saisons Überhitzen der Hinterreifen. Sie haben eine gute Qualipace, aber im Rennen können sie nicht mithalten", analysiert der Motorsportchef, was ohnehin schon jedem Fan aufgefallen sein dürfte.

Und das würde Mercedes an richtig guten Resultaten hindern: "Wenn sie das in den Griff bekommen könnten, sollten sie in jedem Rennen auf dem Podium stehen, denn die Pace haben sie", ist sich der Brite sicher. "Wenn man Red Bull fragt, dann ist Mercedes wohl das Auto, vor dem sie sich am meisten fürchten." In Ungarn könnte das allerdings anders aussehen, weiß Hembery. "Die Bedingungen hier sind so ziemlich die schlimmsten, die Mercedes haben könnte."

Fotoquelle: Pirelli

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