Monisha Kaltenborn hält die Investoren-Offerte für eine große Chance

Formel 1 2013

— 27.07.2013

Keine Freitagseinsätze: Sirotkin muss weiter schmoren

Der junge Russe wird 2013 keine Formel-1-Kilometer für Sauber abspulen, weil ihm die nötige Superlizenz fehlt - Kaltenborn ist sich "des Risikos bewusst"



Noch hat Sergei Sirotkin keinen Formel-1-Boliden bewegt, dennoch redet die halbe Königsklasse über das russische Sauber-Küken. Es könnte noch eine Weile dabei bleiben, dass die Jungfernfahrt des 17-Jährigen nur Gegenstand von Spekulationen ist. Schließlich wird Sirotkin entgegen anderslautender Gerüchte keine Freitagseinsätze für die Schweizer bestreiten. "Das ist keine Option, weil er nicht die nötige Superlizenz hat", stellt Monisha Kaltenborn klar. "Wir müssen schauen, welche Möglichkeiten es gibt."

Denn unvorbereitet wollen Sauber und die Teamchefin das Mitbringsel der russischen Investoren, die 2014 einsteigen wollen, nicht hinter das Lenkrad klemmen. "Wir werden andere Wege finden, die es sicher gibt, um ihm Fahrtzeit zu verschaffen - und sicherzustellen, dass er im kommenden Jahr bereit für uns ist", verspricht Kaltenborn und macht keinen Hehl daraus, dass der unerfahrene Renault-World-Series-Pilot nicht die Vita mitbringt, die in für einen Formel-1-Einstieg prädestiniert.

"Wir wissen, welche Verantwortung wir tragen, nehmen das ernst und würden ihn gerne bestmöglich vorbereiten", so Kaltenborn, die davon spricht, dass sich auch die Investoren "des Risikos und der Verantwortung" bewusst wären. Die Österreicherin erklärt, dass der Fall Sirotkin ein besonderer sei und nur bedingt vergleichbar mit der Personalie Kimi Räikkönen. "Wir waren zuvor in ähnlichen Situationen, wenn auch nicht mit einem so jungen Fahrer. Jetzt muss er bestimmte Kriterien erfüllen. Wir geben alles, damit das gelingt."

Spekulationen um ihre eigenen Abschied von Sauber schmettert Kaltenborn ab und sieht kein Indiz dafür, dass sie im Falle eines Investoreneinstiegs ihren Job los wäre: "Ich bin hier und ich plane, hier zu bleiben. Es war nie Gegenstand unserer Gespräche, also weiß ich nicht, woher das kommt", lässt die Teamchefin keinen Zweifel offen und lobt einmal mehr die Chance, die das frische Geld für Hinwil bedeuten würde: "Mit diesem Deal sorgen wir für eine stabile Basis, dann müssen wir Schritt für Schritt gehen."

Um wieder - wie noch 2012 - um Podiumsresultate ein Wörtchen mitzusprechen, muss sich bei Sauber einiges tun. Derzeit sind WM-Punkte das höchste der Gefühle für Nico Hülkenberg, von Esteban Gutierrez ganz zu schweigen. "Es wird eine Weile brauchen, ehe wir zurück im Entwicklungsplan und wieder da sind, wo wir sein wollen. Aber wir sind auf dem Weg dorthin. Die Perspektive ist da", zeigt sich Kaltenborn optimistisch. Ob sie dabei auch an Sirotkin gedacht hat?

Fotoquelle: xpbimages.com

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