Das Rennen endete für Nico Rosberg durch einen Motorschaden vorzeitig

Formel 1 2013

— 28.07.2013

Rosberg: "Mein Wochenende war verpatzt"

Nico Rosberg fuhr ein verkorkstes Rennen auf dem Hungaroring: Der Mercedes-Pilot sieht die Schuld für die Kollision bei Massa - Ein Motorschaden sorgte für das Ende



Nico Rosberg erlebte ein verkorkstes Rennwochenende in Ungarn. Schon in den Trainings lief es nicht zu 100 Prozent perfekt und auch im Rennen lief nicht viel zusammen. Von Startplatz vier kam der Mercedes-Pilot gut weg, doch in Kurve fünf fuhr ihm Felipe Massa (Ferrari) an den Hinterreifen. Rosberg kam von der Strecke ab und verlor einige Positionen. Von da weg steckte der Deutsche im Verkehr. Sechs Runden vor dem Ende verabschiedete sich schließlich sein Motor in einer großen Rauchwolke und Rosberg musste aussteigen.

"Wir hatten einige Bedenken, aber die Motoren haben nicht überhitzt", meint Teamchef Ross Brawn bei 'Sky Sports F1'. "Bei Nico war es etwas schwieriger, weil er viel im Verkehr fahren musste. Wir hatten aber alles unter Kontrolle. Wir kannten aber den Grund für den Defekt nicht, weshalb wir uns natürlich Sorgen machten." Anhand der Telemetrie konnten die Ingenieure den Defekt sehen, aber nicht die Ursache dafür.

"Es ist ein ungewöhnliches Bild, dass es einen Motorschaden bei Mercedes gibt", meint Experte Marc Surer. "Es war natürlich sehr heiß, und er war natürlich viel im Pulk drin - vielleicht hat die Hitze doch einen Einfluss gehabt, dass der Motor kaputtging. Aber wenn man im Pulk kämpft, kann man keine Rücksicht nehmen."

Rosberg war natürlich enttäuscht. "Es war ein technisches Problem. Es ist irgendetwas kaputt gegangen. Bis dahin war es sowieso schon gelaufen. Leider, mein Wochenende war etwas verpatzt. Schon gestern im Qualifying hatte ich es nicht gut erwischt und war Vierter. Dann hatte ich heute einen super Start. Darauf können wir aufbauen, damit die Starts immer so gut sind. Ich konnte es aber nicht ausnutzen. Ich habe mich nicht getraut voll reinzubremsen. Lewis war vorne und auch Sebastian hat auf der letzten Rille gebremst. Es war heikel, aber es ging sich nicht aus."

"Dann war Durcheinander. Felipe ist mir dann hinten hineingefahren. Ich habe es mir noch einmal angesehen und meiner Meinung nach ist es zu 100 Prozent seine Schuld. Ich habe genug Platz gelassen und er ist mir einfach mit dem Frontflügel aufs Hinterrad gefahren. Das war dann eigentlich schon das Ende. Trotzdem gab es viel Positives. Das Auto lief mit diesen neuen Reifen super. Das ist toll zu sehen. Mein Teamkollege hat auch eine gute Leistung gezeigt. Darauf können wir aufbauen."

Im Anschluss an das Rennen wollte sich Rosberg Massa vorknöpfen. "Ich werde gleich in seine Kabine gehen und ihm das Wörtchen zum Sonntag sagen", sagt der Deutsche mit ärgerlicher Stimme. "Das Auto hat sich anfangs auch recht heftig angefühlt, aber es war scheinbar alles in Ordnung. Später hat es sich dann auch gut angefühlt." Mercedes sieht die Schuld für die Kollision eindeutig beim Ferrari-Piloten.

"Wenn man vorne mitfahren will, dann muss man auch reinhalten", meint Toto Wolff, der Geschäftsführende Direktor des Mercedes-Teams bei 'Sky'. "Seine erste Runde war etwas messy, wie wir so schön sagen. In Kurve sechs oder sieben hat er Massa berührt, ist hinausgerutscht und hat viele Plätze verloren. Das war schade, denn die Pace von ihm und vom Auto war vorhanden. Er muss es abhaken. Er hat bisher großartige Leistungen gebracht, und die werden auch wieder kommen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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