Wer hat im nächsten Jahr die Nase vorn: Christian Horner oder Stefano Domenicali?

Formel 1 2013

— 29.08.2013

2014: Domenicali erwartet Erdbeben im Kräfteverhältnis

Für Stefano Domenicali sind die Änderungen für das kommende Jahr die größten der Formel-1-Geschichte, weshalb das Kräfteverhältnis in Wanken kommen wird



Endet 2014 die Red-Bull-Dominanz? Nach möglicherweise acht Titeln in vier Jahren könnte die Zeit der Roten Bullen in der kommenden Saison zu Ende gehen, denn dann starten alle Teams wieder auf einem weißen Blatt Papier. Für die Verfolger ist die Saison 2014 die große Chance, wieder an die Spitze zu kommen - oder sie komplett aus den Augen zu verlieren. "Ich denke, wir könnten im nächsten Jahr große Überraschungen erleben, was das Kräfteverhältnis angeht", orakelt auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali gegenüber 'formula1.com'.

Das wäre sicher auch im Sinne der Scuderia, die seit fünf Jahren einem Weltmeistertitel hinterherhechelt. Die laut Domenicali "größte Veränderung, die wir jemals in der Formel 1 hatten", bietet somit für das Team aus Maranello eine gute Möglichkeit, wieder die eigenen Ansprüche zu erfüllen. Doch eines ist auch dem Italiener bewusst: "Es ist wirklich wichtig, es richtig hinzubekommen, sonst bist du verloren."

Um dafür ein Beispiel zu finden, muss man nicht einmal lange zurückblicken. Bei der letzten großen Reglementänderung vor der Saison 2009 bekamen die beiden zuvor dominierenden Teams Ferrari und McLaren plötzlich keinen Fuß mehr auf den Boden, dafür stieg Red Bull urplötzlich aus dem Mittelfeld empor. Und Weltmeister wurde in dem Jahr ein gewisses Team mit Namen Brawn GP. Vorgängerteam Honda hatte die Vorsaison schon frühzeitig abgeschrieben, um die neuen Regeln perfekt umzusetzen.

Doch der damalige RA108 war sowieso ein Auto, mit dem man keine großen Bäume ausreißen konnte, ein radikaler Schnitt fällt damit wohl leichter als bei einem Team wie Ferrari, dass sich einerseits noch im Meisterschaftskampf sieht, andererseits aber seine enthusiastischen Tifosi nicht enttäuschen darf und will. Dennoch weiß auch Domenicali, dass der Wechsel auf die Entwicklung für 2014 irgendwann in naher Zukunft erfolgen muss.

"Alle Topteams wissen: Wenn sie 2014 ein Konkurrent sein wollen, dann müssen sie schon sehr bald ihre Ressourcen umstellen", so der Ferrari-Teamchef. Seine Scuderia plant, den Hebel im September umzulegen. "Ende September soll im Grunde jeder gewechselt haben. Doch es kommt darauf an, wie sich die Situation in der Meisterschaft darstellt." Das ist der Spagat, weiß Domenicali. 2008 war man vermutlich zu lange im Titelkampf involviert, und musste den Entwicklungsrückstand erst aufholen.

In diesem Jahr ist der Abstand nach vorne ein wenig größer, doch Aufgeben kommt vor Monza auf jeden Fall nicht in Frage. Denn die heimischen Tifosi erwarten auf der Traditionsstrecke nichts anderes als einen Sieg der Roten. "Das letzte Mal ist uns das 2010 gelungen. Es war etwas Besonderes", erinnert sich Domenicali. Drei Jahre später soll das gleiche Kunststück gelingen, auch wenn man bei Ferrari betont, nicht auf ein einzelnes Resultat scharf zu sein - "außer, wir kommen dadurch näher im Kampf um die Weltmeisterschaft."

Denn den hat man in Maranello noch lange nicht abgehakt. "Wir werden nicht aufgeben, bis die Mathematik sagt, dass wir nicht gewinnen können", sagt Domenicali Red Bull entschlossen den Kampf an. "Wir müssen da sein, wenn sich eine Möglichkeit ergibt. Ansonsten würden wir uns selbst die Schuld geben, nicht dagewesen zu sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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