Für Marc Surer tritt Sebastian Vettel 2014 als vierfacher Weltmeister an

Formel 1 2013

— 30.08.2013

Surer sieht Vettel als Weltmeister: "Er müsste Pech haben"

TV-Experte Marc Surer glaubt nicht, dass noch jemand Sebastian Vettel seinen vierten Titel streitig machen kann - Gewinnt er auch Monza, "ist der Zug abgefahren"



46 Punkte Vorsprung bei noch acht ausstehenden Rennen: Sebastian Vettel hat alle Trümpfe im WM-Poker auf seiner Seite, doch ganz sicher sein kann sich der Heppenheimer noch nicht. Pro Rennen dürfte er nämlich genau 5,75 Punkte auf Fernando Alonso verlieren, dann wären die beiden am Ende punktgleich. Sollte der Spanier also jedes Rennen gewinnen, dann reichen Vettel auch keine acht zweiten Plätze zum Titel.

Doch grau ist natürlich alle Theorie. Es dürfte doch sehr unwahrscheinlich sein, dass ein solches Szenario eintritt. Vielmehr braucht der Red-Bull-Pilot seinen Vorsprung in dieser Saison einfach nur verwalten - und kaum einer kann das wohl besser als der 26-Jährige. Laut TV-Experte Marc Surer kann den Heppenheimer sowieso nur noch eines stoppen: "Er müsste Pech haben. Ich glaube, so kann man es formulieren", sagt er im Gespräch mit 'Sportradio360.de' und 'Formel1.de'.

Wenn alles normal läuft, sollten es Red Bull und Vettel aber nach Hause fahren. Der Ex-Pilot sieht dabei nämlich besonders die Konstanz als größte Waffe des dreifachen Weltmeisters: "Auch wenn er nicht gewinnt, holt er immer noch gute Punkte", so seine Analyse. Blickt man auf die Punktetabelle, fällt eines auf: Außer einem technisch bedingten Ausfall in Silverstone war Vettel immer unter den Top 4 zu finden. In acht der elf Rennen kam er aufs Podest. "Das war der Grund, warum er so viele Punkte Vorsprung hat."

Und jetzt hat die Konkurrenz noch mehr zu grübeln, denn selbst in Belgien dominierte das Team von Christian Horner das Geschehen nach Belieben. Dabei war die Ardennen-Achterbahn bisher eigentlich nicht die große Stärke von Red Bull - genauso wenig wie Monza. "In Monza haben die Mercedes-Fahrzeuge normalerweise einen kleinen Vorteil, weil sie einfach mehr Power haben", erklärt Surer, der aber auch weiß, dass man dieses Szenario schon für Spa erwartet hat.

Doch plötzlich erwies sich der RB9 auch auf der Geraden als schnellstes Auto. Surer erklärt den Hintergrund: "In Spa ist Red Bull mit dem Monza-Flügel gefahren, also mit dem kleinsten Flügel im Feld. Dadurch hatten sie weniger Luftwiderstand." In Spa, wo zwei Drittel der Strecke voll gefahren werden, macht dies schon eine Menge aus. "Sektor eins und Sektor drei haben jeweils nur eine Kurvenkombination. Somit war das schon ein Vorgeschmack, was in Monza kommen könnte."

Der Schweizer erwartet auch auf der italienischen Traditionsstrecke wieder einen hervorragend aufgelegten Deutschen: "Der Vettel hat in Monza schon mit dem langsamsten Auto auf der Gerade gewonnen. Das ist nichts Gutes für die Konkurrenz", sieht er für mehr Spannung schwarz. "Die müssen natürlich jetzt auch kleine Flügel montieren für Monza - und dann werden wir mal sehen. Aber in Monza darf Vettel eigentlich nicht gewinnen, sonst ist der Zug schon abgefahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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