Von Startplatz 19 kämpfte sich Ricciardo (links) in Belgien beherzt nach vorne

Formel 1 2013

— 28.08.2013

Ricciardo: "Gemischte Gefühle, wenn Teamkollege schnell ist"

Der Australier fasst sein Wochenende in Spa zusammen und spricht dabei über die Strategie sowie den Blick auf Teamkollege Vergne - Zuversichtlich nach Monza



Beim Großen Preis von Belgien konnte Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo nach dem enttäuschenden 19. Startplatz mit einer guten Strategie und einigen Überholmanövern am Ende Rang zehn und einen WM-Punkt einfahren. Dabei habe er bei den Freien Trainingseinheiten einiges von seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne mitnehmen können, obwohl der Australier betont, dass er nur auf sich und erst im Nachhinein auf den Teamkollegen schaue. Für Monza zeigt sich Ricciardo zuversichtlich, auch aufgrund der guten Top-Speeds der Toro-Rosso während des Spa-Rennens.

"Sonntag war ein guter Tag, aber wir hatten kein gutes Wochenende in Belgien", fasst Ricciardo in seinem Blog zusammen. "Wir haben uns am Freitag abgemüht, das Qualifying verkorkst und nur am Sonntag Dinge zusammen gebracht. Es gab dort ein paar ausgelassene Möglichkeiten. Abgesehen davon bin ich happy mit dem Rennen: Den zehnten Platz und einen Punkt nach Startpatz 19 zu erreichen ist ein guter Ertrag." In der Fahrerwertung rangiert der Mann aus "Down Under" aktuell mit zwölf Punkten auf Rang 14, einen Platz hinter seinem Teamkollegen Vergne (13 Punkte).

"Das Qualifying lief für uns nicht so gut und wir hatten darüber am Samstagnachmittag eine gute Diskussion", resümiert Ricciardo und fügt hinzu: "Es ist ein sehr ehrliches Umfeld und jeder erkennt den besten Weg, um voranzukommen und aus Fehlern zu lernen. Es wird nicht mit dem Finger auf Leute gezeigt, aber die Diskussionen sind üblicherweise sehr offen. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, akzeptieren, dass wir es falsch gemacht haben und dann vorankommen. Diese Dinge passieren, du musste sie verstehen und dich dann auf die nächsten Dinge konzentrieren", weiß er.

Variable Strategie als Schlüssel zum Erfolg

Im Rennen konnte sich Ricciardo bis auf Platz zehn kämpfen. "Das Team hat einen guten Plan für das Rennen zusammengestellt. Die Intention war eine Zweistoppstrategie mit einem langen ersten Stint, bei dem uns die harten Reifen die Flexibilität geben, zu einer Einstoppstrategie zu wechseln, wenn dies nach der richtigen Entscheidung aussieht. Aber als wir auf die Medium-Reifen gewechselt sind wussten wir, dass es ziemlich gut ging, sodass wir hart gepusht, nochmals gestoppt haben und in der Lage waren, genügend Leute zu überholen und so in die Top 10 zu fahren. Arbeit beendet", so der Australier.

Ein Kritikpunkt Ricciardos: Der STR8 rufe seine Leistung nicht konstant genug ab und fungiere des Öfteren als Wundertüte. "Ich denke, wir haben eine gute Pace im Auto, aber die Geschichte dieses Jahres ist bisher, dass es ein bisschen schwierig auszumachen sein kann", sagt er dazu. "Jev (Teamkollege Vergne; Anm. d. Red.) hat es sehr früh am Wochenende, bereits am Freitag, gefunden. Auf meiner Seite der Garage hat es länger gebraucht. Wir haben mit ein paar Dingen experimentiert und das hat nicht so funktioniert, wie wir es uns erhofft haben - aber deshalb heißt es ja auch experimentieren", so Ricciardo.

"Es gibt definitiv gemischte Gefühle, wenn dein Teamkollege schnell ist und du bist es nicht", gibt Ricciardo zu. "Während der Sessions am Freitag und zwischen FP1 und FP2 ist es aber direkt kein Thema: Du fokussierst dich auf dein eigenes Programm und arbeitest daran weiter, was deine Jungs an diesem Tag erreichen wollen. Danach schaust du erst, was dein Teamkollege gemacht hat", berichtet der Australier. Wie in den Freien Trainingssektionen hatte Ricciardo auch im Qualifying gegen den Franzosen (Startplatz 18) das Nachsehen.

Blick auf den Teamkollegen - und auf Monza

"Der erste Eindruck - und ich war über eine Sekunde langsamer als Jev am Freitag - ist zu sagen: 'Was ein dreckiger Tag.' Danach rationalisierst du es ein bisschen mehr und siehst das Positive: Dein Teamkollege hat bewiesen, dass eine gute Pace im Auto ist; arbeite gut als Team und beide Autos können oben sein." Im Rennen bewies der Australier seinen Mut und sein Können und landete am Ende auf Rang zehn - zwei Plätze vor seinem Teamkollegen.

In knapp eineinhalb Wochen geht es zu Toro Rossos Heimrennen zum Großen Preis von Italien (06. bis 08. September 2013). "Es ist eine sehr spannende Angelegenheit, weil - unserer Performance von Spa nach zu urteilen - wir dort einen guten Top-Speed haben und in der Lage sein sollten, es auf den Punkt zu bringen", zeigt sich Ricciardo zuversichtlich. "Mit einer besseren Performance im Qualifying können wir denke ich viele Punkte einfahren. Im vergangenen Jahr lief die zweite Saisonhälfte gut für uns, dieses Jahr sind wir nach der Sommerpause zurückgekehrt und haben sofort gepunktet - es wäre schön, diese Entwicklung beizubehalten", so der Australier abschließend.

Fotoquelle: Pirelli

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