Wenn es in Richtung Start geht, ist Webbers Leistungsabfall meist nicht mehr weit

Formel 1 2013

— 30.08.2013

Webbers Startschwäche für Surer "ein Phänomen"

Ex-Pilot Marc Surer kann sich die schlechten Starts von Mark Webber auch nicht erklären: "Das kann man eigentlich gar nicht so schlecht machen"

Red Bull war in Spa-Francorchamps am vergangenen Wochenende nicht zu bezwingen. Der Rennstall um Teamchef Christian Horner dominierte das Geschehen mit Sebastian Vettel am Sonntag nach Belieben. Dennoch war man bei den Roten Bullen nicht ganz zufrieden. "Wir haben mit zwei Autos auf dem Podium gerechnet", sagte Motorsportkonsulent Helmut Marko nach dem Rennen leicht angesäuert bei 'RTL'.

Die Spitze musste sich mal wieder Mark Webber abholen. Der Australier war zwar von Rang drei gestartet, kam letztlich aber nur als Fünfter ins Ziel. Die Ursache allen Übels war mal wieder ein schlechter Start - für die der zukünftige Langstrecken-Pilot mittlerweile bekannt ist. Doch die Gründe für die regelmäßig unterdurchschnittlichen Start wüsste nicht nur der Australier gerne, auch 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer fragt sich, was dahintersteckt.

"Warum Webber so schlecht startet, ist für mich ein Phänomen", sagt der Schweizer im Gespräch mit 'Sportradio360.de' und 'Formel1.de'. "Der ist bekannt dafür, dass er immer wenn er in der Nähe von Vettel steht, einen schlechten Start hinlegt. Man könnte fast meinen, es sei Absicht vom Team", grübelt er, denn anders kann sich der Ex-Pilot die Sache nicht erklären. "Das kann man eigentlich gar nicht so schlecht machen, wie der Webber immer startet."

Und dann kommt die Lehrstunde mit Marc Surer: "Man hat zwei Kupplungshebel am Lenkrad. Mit dem einen Hebel geht man an den Druckpunkt, das heißt, dass das Auto anfährt. Dann kuppelt man mit dem anderen Finger komplett aus. Wenn jetzt die Ampel ausgeht, dann lässt man den linken Finger - also die Kupplung - los. Die schleift dann mit dem rechten Finger - und mit dem rechten Finger lässt man dann den Rest los."

Für den 81-fachen Grand-Prix-Teilnehmer bedeutet das im Klartext: "Wenn die Kupplung das macht, was der Fahrer will, kann man eigentlich gar nichts falsch machen." Darum wundern ihn auch die zahlreichen Fehlstarts von Webber, mit denen er eine Menge guter Resultate wegwirft. "Entweder wird er nervös oder er hat eine schlechte Reaktion. Aber mir scheint es oft so, dass bei ihm die Kupplung rutscht oder irgendwas ist. Das ist schon sehr, sehr seltsam", so das Urteil von Surer.

Mit seiner Startschwäche kann der 37-Jährige froh sein, dass er nicht zu Surers Zeiten unterwegs gewesen ist. "Wir haben noch mit den Füßen gekuppelt", erzählt der Schweizer. "Das war natürlich unweigerlich schwieriger, weil man nur ein Kupplungspedal hat - den Druckpunkt musste man dann einfach mit Gefühl finden, sonst ist der Motor in den Keller gefallen." Speziell die damaligen Turbomotoren seien damals besonders schwierig zu handhaben gewesen. "Man brauchte eine hohe Drehzahl, damit der Lader läuft. Hat man die Kupplung dann zu schnell losgelassen, ist sie in den Keller und man hatte keine Leistung mehr. Hat man zu langsam eingekuppelt, hat es die Kupplung verbrannt. All das gibt es nicht mehr. Das ist heute viel einfacher."

Fotoquelle: xpbimages.com

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