2014 Teamkollegen bei Red Bull: Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel

Formel 1 2013

— 02.09.2013

Offiziell: Ricciardo folgt bei Red Bull auf Webber

Mark Webber hat es bereits in Belgien verraten, aber jetzt beendet auch Red Bull die Geheimniskrämerei: Daniel Ricciardo wird 2014 Vettel-Teamkollege (Artikel-Update)



Spätestens seit Mark Webbers verfrühter Plauderei in Belgien war es auch den letzten Zweiflern im Formel-1-Paddock klar, aber nun ist die Katze auch offiziell aus dem Sack: Daniel Ricciardo wird 2014 Teamkollege von Sebastian Vettel bei Red Bull. Das hat das österreichisch-britische Team heute Abend im Rahmen einer TV-Talkshow am Salzburger Hangar-7 offiziell bekannt gegeben.

Eigentlich hatte Ricciardo gehofft, schon während seines Sommerurlaubs in der australischen Heimat auf die große Beförderung anzustoßen, doch diesen Gefallen tat ihm sein Förderer Helmut Marko nicht. Dafür ist die Freude jetzt umso größer: "Das sind großartige Neuigkeiten für mich. Ein toller Moment in meiner Karriere, aber auch eine Erleichterung. Jetzt habe ich die Nachricht erhalten - und ich freue mich sehr darüber", strahlt der 24-Jährige.

Bei 'Sport und Talk aus dem Hangar-7' des Red-Bull-Senders 'ServusTV' wurde heute Abend versucht, das Geheimnis so lange wie möglich zu wahren, doch um exakt 21:19 waren dann alle Spekulationen beendet, als der australische Sonnyboy unter tosendem Applaus aus einer schwarzen Infiniti-Limousine stieg und als angehender Red-Bull-Fahrer dem jubelnden Publikum winkte - eine spektakuläre Fahrerpräsentation, wie sie nur Red Bull inszenieren kann.

Für Ricciardo war es "eine lange Warterei", bis der erlösende Anruf von Helmut Marko endlich kam: "Ich hatte das Handy die ganze Zeit neben mir", grinst er. "Ich wusste, wenn die Neuigkeit kommt, dann werde ich angerufen. Irgendwann hat es tatsächlich geklingelt und mir wurde gesagt, ich soll nach Salzburg kommen. Ich habe gefragt: 'Was soll ich da?' Und die Antwort war: Wir haben gute Neuigkeiten für dich! Jetzt bin ich hier - und es ist offiziell!"

"Seit ich 2011 in die Formel 1 gekommen bin", so Ricciardo, "habe ich genau darauf gehofft, und mit der Zeit ist der Glaube an mich gewachsen. Ich hatte einige gute Ergebnisse, und Red Bull hat jetzt so entschieden. Darüber freue ich mich sehr. Ich fahre nächstes Jahr in einem Weltmeisterteam, wahrscheinlich im besten Team, und da wird von mir erwartet, dass ich Leistung liefere. Ich bin aber bereit dafür. Ich will nicht Zehnter werden, sondern ich will das beste Ergebnis für mich und das Team holen."

"Ich möchte mich beim Team für diese Gelegenheit bedanken. Ich kenne es schon seit 2010, als ich ihr Reservefahrer war, was die Eingewöhnung leichter machen sollte. Es wird eine große Herausforderung, gegen Sebastian anzutreten, aber ich freue mich darauf", sagt er. "Mein Ziel ist, diese Saison so stark wie möglich zu beenden, für mich selbst und für Toro Rosso. Und wenn dann die Wintersaison da ist, werde ich mich voll auf nächstes Jahr und die nächste Phase meiner Karriere konzentrieren."

Der Vertrag wurde in Salzburg unterschrieben und ist laut Motorsportkonsulent Marko "längerfristig" ausgelegt: "Wir sprechen von mindestens drei Jahren. In der Summe der Abwägungen war er die logische und vernünftige Entscheidung." Zielsetzung ist, dass Ricciardo "Vettel fordern kann - vielleicht nicht am Anfang, aber dann während der Saison", genauer gesagt "nach drei bis fünf Rennen". Dann erwarte man auch, dass der Neuzugang "siegfähig" sein muss.

Am 27. Juni hatte Mark Webber nach monatelangen Spekulationen offiziell bekannt gegeben, dass er seine Formel-1-Karriere beenden und 2014 für Porsche in Le Mans an den Start gehen wird. Daraufhin hatte Red Bull drei Kandidaten zu möglichen Nachfolgern erklärt: Lotus-Pilot Kimi Räikkönen sowie die beiden Toro-Rosso-Junioren Ricciardo und Jean-Eric Vergne. Vergne konnte sich seither aber nicht so gut in Szene setzen wie sein Teamkollege.

Fotoquelle: xpbimages.com

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