Der Sauber-Ferrari C32 erwies sich bis Monza als diffizil: Wie geht es weiter?

Formel 1 2013

— 11.09.2013

Sauber-Probleme "größtenteils in der Aerodynamik" zu suchen

Nico Hülkenberg sorgte mit Platz fünf in Monza für einen Lichtblick im Sauber-Team: Eintagsfliege oder der Beginn eines Aufwärtstrends?



Nico Hülkenberg musste auf seine erste zweistellige Punkteplatzierung für Sauber länger warten als er sich das Anfang des Jahres bei der Vorstellung des C32 in Hinwil gedacht hatte. Nach einer über weite Strecken schwierigen ersten Saisonhälfte ließ "Hülk" am vergangenen Wochenende in Monza aufhorchen: Platz drei im Qualifying hinter den beiden Red-Bull-Piloten und dank Platz fünf im Rennen zehn WM-Punkte auf einen Schlag.

Die Erkenntnis, dass die Saison 2013 schwieriger werden würde als gedacht, kam bei Hülkenberg relativ früh wie er im Interview mit 'Motorsport-Total.com' gesteht: "Beim ersten Test kann man das noch nicht so absehen. Da sind die Autos ja noch in einem frühen Stadium und werden weiterentwickelt. Dann, so zirka beim zweiten, dritten Rennen der Saison, war mir schon klar, dass es schwierig wird, die Saison noch richtig herumzureißen."

Als Nummer-eins-Fahrer im Team sprach Hülkenberg sofort "mit den Ingenieuren, mit den Verantwortlichen" und auch Teamchefin Kaltenborn wurde über die Lage informiert. "Ich habe auch mit Monisha gesprochen, dass wir uns strecken müssen, auf den Hosenboden setzen müssen und mehr Performance brauchen, wenn wir in diesem Jahr noch etwas erreichen möchten", so der Deutsche. Doch bis Besserung eintrat, verging eine gewisse Zeit.

"An der Entwicklung hängen so viele Sachen mit dran. Es ist nicht so, dass nur weil einer das sagt, von heute auf morgen etwas geändert werden kann. In der Formel 1 ist alles sehr komplex und man muss die Probleme, die man am Auto hat, erstmal verstehen. Dann kann man sie später irgendwann beheben", erklärt Hülkenberg und fügt an: "Es müssen die Teile produziert werden und so weiter. Es ist nicht so, dass man das von heute auf morgen mit einem Fingerschnipp ändern kann."

So lag das Grundproblem des C32 während der ersten Saisonhälfte vor allem in einem Bereich, wie der Sauber-Pilot anmerkt. "Die Probleme liegen größtenteils in der Aerodynamik, wie meistens. Ich denke, es ist weniger eine Frage, ob die Probleme an der Front oder im Heck liegen. Ich denke, es liegt im gesamten Auto. Es ist zwar meistens das Heck, das uns die Probleme macht, aber es kann auch vorne entstehen: Dass vorne die Aerodynamik nicht passt und dadurch hinten ein Problem entsteht."

Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Parco di Monza trat dieses Problem nicht zuletzt dank intensiver Entwicklungsarbeit des Sauber-Teams nicht zu Tage. Die spannende Frage für das Schweizer Team ist daher, wie der C32 auf dem winkligen Stadtkurs in Singapur funktionieren wird. Dort steigt am 22. September der 13. von 19 Saisonläufen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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