Laut Boullier fehlt es bei Lotus in manchen Bereichen im Vergleich zu den Top-Teams

Formel 1 2013

— 13.09.2013

Boullier: "Wir bleiben ein mittelständisches Team"

Der Franzose ordnet den Abgang Räikkönens zur "Institution" Ferrari als logischen Schritt ein und mutmaßt unter anderem, dass der Finne seine Karriere dort beendet



Lotus-Teamchef Eric Boullier sieht den Abgang von Kimi Räikkönen als logische Folge, da sein Team zwar in den Rennen an der Spitze der Formel 1 kämpft, von der Struktur jedoch nicht mithalten könne. Der 39-Jährige betont, dass beim Wechsel nicht nur der finanzielle Aspekt eine Rolle gespielt habe, sondern er vermutet ebenso die Absicht Räikkönens, sich gegen Ende der Karriere der Herausforderung Fernando Alonso zu stellen, um im Anschluss bei der "Scuderia" die Laufbahn endgültig zu beenden.

Obwohl Lotus diese Saison, wie auch bereits 2012, an der Spitze kämpft, backt Teamchef Boullier bei der Sichtweise auf sein Team kleine Brötchen. Aktuell rangiert die Mannschaft aus Enstone in der Teamwertung auf Rang vier, Spitzenpilot Räikkönen konnte das Auftaktrennen in Melbourne für sich entscheiden und konstant punkten. Den Verlust des Finnen ordnet der Franzose realistisch ein: "Wir bleiben ein mittelständisches Team und es gibt einige Bereiche, bei denen wir aktuell nicht in einer Position sind, mit den anderen Top-Teams zu kämpfen", betont er gegenüber 'RMC Sport'.

Räikkönens Entscheidung, sich den "Roten" aus Maranello anzuschließen, kann Boullier nach eigenen Aussagen nachvollziehen: "Ferrari ist eine großartige Institution. Er hat für zwei Saisons unterschrieben, vielleicht möchte er", mutmaßt der Franzose, "seine Karriere mit einer großen Herausforderung beenden." Der Abgang Räikkönens vom Lotus-Team, wo immer wieder von ausgebliegenden Gehaltszahlungen die Rede war, sei laut Boullier nicht nur dem finanziellen Aspekt geschuldet gewesen.

"Ich denke, dass er auch über seinen Ruhestand nachdenkt, wenngleich er bei Ferrari definitiv besser bezahlt wird", gibt der Franzose zu. Außerdem sieht Boullier "eine emotionale Seite" beim Finnen, "bei der er seine Karriere bei Ferrari beenden möchte". Und das bei den Italienern, mit denen er sich 2007 in der Königsklasse die Krone aufsetzen konnte. Boulliers dritte Vermutung ist die Herausforderung, sich mit Fernando Alonso in einem Team messen zu können, die Räikkönen nicht habe ablehnen können.

Dass es seinem aktuellen Piloten nicht an Selbstvertrauen mangelt, war dem Teamchef schon vor der Verpflichtung des Finnen klar - dass es eine derartige Erfolgsgeschichte werden würde, im Umkehrschluss jedoch nicht. "Man darf nicht vergessen, dass wir vor zwei Jahren das Risiko eingegangen sind und es ein großartiges Abenteuer wurde", sagt Boullier und sieht auch ohne den Finnen abschließend positiv und selbstbewusst in die Zukunft: "Das ist das Ende von einer Geschichte, aber wir werden zu Beginn des kommenden Jahres eine neue schreiben."

Fotoquelle: Lotus

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