Luca di Montezemolo will Stefano Domenicali weiter die Stange halten

Formel 1 2013

— 17.09.2013

Montezemolo schließt Domenicali-Rauswurf aus

Ferrari-Boss Luca di Montezemolo erklärt, warum er weiter auf Teamchef Stefano Domenicali setzt und die kürzlichen Umstrukturierungen den Erfolg bringen werden



Seit 2007 fährt Ferrari einem Fahrer-, seit 2008 einen Konstrukteurs-WM-Titel hinterher. Seit damals ist Stefano Domenicali Ferrari-Teamchef. Liegt es vielleicht am Mann aus Imola, dass die "Scuderia" nach den glorreichen Jahren in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen konnte?

Nicht, wenn es nach Ferrari-Boss Luca di Montezemolo geht. Der Italiener, der einst selbst Ferrari-Teamchef war, denkt gar nicht daran, Domenicali auszutauschen. "Niemals", bestätigt er gegenüber der 'Gazetta dello Sport'. "Er würde uns fehlen." Die mäßige Bilanz des Teamchefs will Montezemolo nicht überbewerten: "Er hat gut gearbeitet, hat das Team auf die Zukunft vorbereitet, und jetzt erwarte ich die Ergebnisse. Aber in den vergangenen drei Jahren haben wir zwei WM-Titel beim letzten Saisonrennen verloren, und das war nicht sein Fehler."

Der 66-Jährige meint, er sei schon zu lange dabei, um die Schuld nun in einem Schnellschuss Domenicali in die Schuhe zu schieben: "Das Loch nach der Schumacher-Ära wurde durch die Versäumnisse an der Simulator-Front und bei der Aerodynamik verursacht." Der Teamchef hat in den vergangenen Jahren die Konsequenzen gezogen und das Team neu strukturiert.

Zuerst wurde Langzeit-Technikchef Aldo Costa vor die Tür gesetzt und durch Pat Fry ersetzt, dann wurden Chefdesigner Nicolas Tombazis zwei Stellvertreter zur Seite gestellt und nun sicherte man sich mit Ex-Lotus-Technikchef James Allison einen besonders großen Fisch im Technikerpool der Formel 1 - der Brite gilt als kreativer Kopf und wird in Zukunft für die technische Seite die Verantwortung tragen. Ein Rückschlag für Fry, der sich laut Montezemolo in Zukunft "auf die Verbesserung des Betriebs an der Strecke, die Methodik und den Simulator" konzentrieren wird - Bereiche, die ihm aus seiner früheren Zeit als Renningenieur vertraut sind.

Montezemolo hält auf Allison "große Stücke. Er kennt das Team und die Leute, und er spricht Italienisch. Andere wollten ihn auch, aber er hat uns bevorzugt und wird auch die Arbeitsmethoden in vielen Bereichen ändern." Der Ex-Lotus-Mann hat mit Dirk de Beer den ehemaligen Chefaerodynamiker aus Enstone mitgebracht. Der Ferrari-Boss ist sicher: "Jetzt haben wir die Kreativität, die uns gefehlt hat."

Fotoquelle: Ferrari

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