Button vergleicht die Ferrari-Fahrerkombination mit sich und Hamilton

Formel 1 2013

— 18.09.2013

Button: Räikkönen wird keinen Wasserträger spielen

Der Brite zieht dabei einen Vergleich zu seinem ehemaligen Teamkollegen Hamilton - Arnoux: "Jeden Sonntag riskiert man, Zeuge einer Explosion zu werden"



McLaren-Pilot Jenson Button glaubt, dass Fernando Alonso bei Ferrari im kommenden Jahr mit Kimi Räikkönen an seiner Seite keine Schützenhilfe wie mit Felipe Massa erwarten kann. "Fernando hat sich möglicherweise mit Felipe über die vergangenen paar Jahre an eine Art von Teamkollege gewöhnt", sagt Button 'Sky Sports News'. Nämlich "einen Kerl, der schnell ist, aber sehr schnell das tun muss, was Fernando sagt, wenn es zu Teamordern kommt", so der Brite, der Räikkönen nicht in die Kategorie Wasserträger einordnet. "Kimi ist nicht so einer", bekräftigt er.

Button ist überzeugt, dass Räikkönen den Spanier bei der "Scuderia" pushen kann. "Auf der einen Seite denke ich, dass er ihm heftigen Druck machen wird", sagt Button, wenngleich er einschränkt: "Ich denke aber nicht, dass er seinen eigenen Kopf durchsetzen wird." Das könnte man auch auf beide Parteien beziehen, schließlich hatten sowohl Alonso bei Ferrari, als auch Räikkönen bei Lotus zuletzt stets die Oberhand über ihren Teamkollegen und galten als klare Nummer eins.

Der Brite kennt sich mit derlei Situationen aus, schließlich wechselte er Ende 2009 als amtierender Weltmeister von Brawn zu McLaren und traf dort auf Lewis Hamilton, den Titelträger von 2008. Beide fuhren gemeinsam bis Ende 2012 bei der Mannschaft aus Woking, die Konstellation mit zwei Weltmeistern habe laut Button dabei "eine sehr interessante Atmosphäre im Team geschaffen".

Harmonie bei Hamilton und Button

Zoff gab es zwischen den beiden Landsleuten - was man von außen betrachten konnte - nicht. "Ich denke nicht, dass es eine schlechte Sache war, ich denke, es war eine gute Sache für uns beide", bilanziert der Brite sein Verhältnis zu Hamilton in dieser Zeit. Auf Räikkönen und Alonso bezogen äußert der Brite abschließend die diplomatische Prognose: "Wir werden sehen, ob es für diese beiden eine gute Sache ist."

Der ehemalige Formel-1-Pilot Rene Arnoux glaubt nicht an einen positiven Ausgang, was er vor allem auf Alonso schiebt. "Auf das Charakterlevel bezogen ist Alonso für mich schwächer", sagt der Franzose gegenüber 'motor.as.com', die sich auf 'La Gazzetta dello Sport' berufen. "Man denke an Fernando mit Hamilton", nennt Arnoux beispielhaft den Zweikampf in der Saison 2007, wo sich beide McLaren-Piloten zum Saisonende gegenseitig behindert, sodass Räikkönen am Ende der lachende Dritte war und sich im letzten Rennen den Titel sichern konnte.

Arnoux glaubt an Explosionsgefahr

"Zwischen ihnen war der Frieden kurz und ich denke, dass es in diesem Fall auch so enden wird", prophezeit der 65-Jährige. "Bei diesen beiden ist einer zornig (Alonso) und den anderen interessiert es nicht (Räikkönen; Anm. d. Red.). Es bleibt explosiv und jeden Sonntag riskiert man, Zeuge einer Explosion zu werden", so Arnoux weiter. "Als neutraler Beobachter ist dieses Paar aber eins, das ich mag."

Der Franzose ist jedoch überzeugt, dass sich Alonso den Status als Nummer eins sichern wird. "Der Pilot ist in der Lage, Resultate abzuliefern", sagt Arnoux über den Spanier, wenngleich er weiß: "Zu Beginn der Weltmeisterschaft starten alle gleich und die Antwort wird auf der Strecke gegeben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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