Adrian Sutil hofft auf eine verbesserte Performance in Singapur

Formel 1 2013

— 20.09.2013

Sutil: "Der Medium ist ziemlich hart für diese Strecke"

Force-India-Pilot Adrian Sutil freut sich über den Supersoft-Reifen und die Abschaffung des "Singapore Sling", hadert aber mit der Medium-Mischung von Pirelli



Nach einer Runde beim ersten Freien Training in Singapur spricht Force-India-Fahrer Adrian Sutil im Interview mit 'Sky' über Reifen, Setup, Rhythmus und weitere Besonderheiten beim Straßenrennen von Singapur.

Frage: "Adrian, du warst gerade eben draußen, kurze Inspektion, alles in Ordnung am Force India?"
Adrian Sutil: "Alles in Ordnung. die Strecke ist wie immer sehr staubig, deswegen fährt jetzt noch keiner raus, aber am Auto stimmt soweit alles. Es war aber auch nur eine Runde."

Frage: "Wir leben hier in Singapur in einem anderen Rhythmus, dem europäischen Rhythmus. Wie ist das für dich als Fahrer, erst um 14 oder 15 Uhr aufzustehen?"
Sutil: "Klar ist das ungewohnt, aber man gewöhnt sich auch recht schnell daran. Zum Glück geht es jetzt auch los, da hat man dann sein Programm und ist voll drin. Die Wartezeit ist ein wenig anstrengend. Die innere Uhr sagt, dass es Nacht ist, obwohl es eigentlich Tag ist und umgekehrt. Das macht einen manchmal ein bisschen müde. Aber sobald es losgeht, ist es in Ordnung und macht Spaß, denn es ist eine andere Herausforderung."

Frage: "Du hast gesagt, die Strecke ist staubig und dreckig. Jetzt ist aber die GP2 vor euch gefahren, was sie sonst nicht macht. Das müsste doch ein Vorteil sein, hilft das nicht? Die fahren ja die gleichen Reifen."
Sutil: "Es hilft schon ein bisschen, aber es ist trotzdem noch ziemlich staubig. Ich glaube, das dauert hier einfach ein bisschen. Und ich denke auch, dass die erste Session, wenn man die Zeiten in den vergangenen Jahren gesehen hat, immer sehr viel langsamer war als die zweite. Es dauert also einfach, bis hier wirklich auf einem guten Niveau gefahren werden kann."

Maximaler Abtrieb

Frage: "Wie sieht es denn aus mit der Abstimmung? Fahrt ihr wie in Monaco, mit allem drauf, was man hat, oder gibt es eher einen Kompromiss, weil die Geraden etwas länger sind?"
Sutil: "Also wir fahren eigentlich schon mit allem, was wir haben - maximaler Anpressdruck. Wir können nicht mehr draufpacken. Wir könnten vielleicht noch ein bisschen mehr gebrauchen, aber wir haben einfach nicht mehr Anpressdruck zur Verfügung, deswegen ist bei uns das Maximum schon erreicht. Bei anderen Teams sieht es vielleicht anders aus, aber es ist grundsätzlich eine Strecke, mit mehr langsamen Kurven, und da braucht man sehr viel Grip."

Frage: "Freut es dich, dass ihr hier mal wieder die Supersoft-Reifen bekommt? Euer Auto ist ja sehr sanft zu den Reifen, das müsste doch ein kleiner Vorteil sein, oder?"
Sutil: "Ja, es ist schön, mal wieder andere Reifen zu haben, also Supersoft und Medium sind auch eine ganz interessante Mischung, besonders für das Rennen. Es eröffnet ein bisschen andere Strategien, als wir sie jetzt in den vergangenen Rennen hatten. Aber trotzdem ist der Superweiche ein bisschen anders als der, den wir in Monaco benutzt haben. Also müssen wir da ein bisschen Daten sammeln. Aber er sollte auf jeden Fall gut für diese Strecke sein, wohingegen es beim Medium schwierig sein wird, ihn in das richtige Fenster zu bekommen und ordentliche Rundenzeiten zu erzielen."

"Singapur Sling" dahin

Frage: "Bedeutet das, dass er nicht zum Arbeiten kommt, weil er nicht warm genug wird?"
Sutil: "Ganz genau, ja. Es dauert einfach ein bisschen länger, und ich glaube, auch jetzt in der ersten Session muss man ziemlich lang draußen bleiben, und die Zeiten werden dann immer schneller. Also der Medium ist ziemlich hart für diese Strecke."

Frage: "Jetzt hat man ja ein bisschen modifiziert an der Strecke: Bei Kurve 10 ist die Schikane weg. Ist das eine Entscheidung, die ihr als Fahrer begrüßt, da ihr nicht mehr so herumhoppeln müsst?"
Sutil: "Also ich begrüße sie auf jeden Fall. In den vergangenen Jahren haben fast alle Fahrer doch immer wieder gefragt, ob man die nicht ändern kann und einfach eine normale Kurve schaffen kann. Das ist jetzt passiert. Ich bin jetzt nur eine Runde mal rumgefahren, es fühlt sich wesentlich normaler und schöner an, es ist einfach ein besserer Fluss. Und diese Schikane, die wir da hatten, war irgendwie eine Micky Maus, die hat nicht so wirklich zu einer Formel-1-Strecke gepasst."

Fotoquelle: xpbimages.com

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