Sebastian Vettel übernahm am Abend in Singapur das Zepter

Formel 1 2013

— 20.09.2013

Eine Klasse für sich: Vettel dominiert in Singapur

Wer soll diese Red Bulls schlagen? Sebastian Vettel und Mark Webber dominieren mit wenig wie auch mit viel Benzin - Verfolger mit über einer Sekunde Rückstand



Sebastian Vettel scheint auf dem Weg zum vierten WM-Titel unaufhaltsam zu sein: Wie von der Konkurrenz befürchtet dürften die jüngsten Updates von Stardesigner Adrian Newey voll greifen, sodass Red Bull im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Singapur eine Klasse für sich war. Vettel schüttelte sogar die Mercedes-Silberpfeile, die viele als seine stärksten Gegner eingeschätzt hatten, um mehr als eine Sekunde ab.

Noch viel beeindruckender als die absolute Bestzeit von 1:44.249 Minuten war aber die Dominanz bei den abschließenden Volltank-Tests in der letzten halben Stunde, in der die beiden Red-Bull-Piloten konstant 1:50er- und manchmal 1:51er-Zeiten fuhren, während selbst die schnellsten Verfolger im Durchschnitt um mindestens ein bis eineinhalb Sekunden langsamer waren. Kurz vor Schluss setzte Mark Webber mit einer Rundenzeit von 1:49.6 Minuten ein Ausrufezeichen - so schnell war im Renntrimm sonst niemand!

Im absoluten Klassement fehlten Webber allerdings 0,604 Sekunden auf Spitzenreiter Vettel, der nach dem heutigen Tag unweigerlich als Topfavorit auf den dritten Singapur-Sieg hintereinander gilt. "Er dominiert, wie üblich", stellt Experte Marc Surer fest, und auch Vettel kann seine Zufriedenheit nicht verbergen: "Wir hatten keine Probleme, es lief alles nach Plan", bilanziert er und bezeichnet den Freitag beim Nachtrennen als "sehr produktiv".

Vettel hat Vertrauen in den Red Bull

"Heute Morgen hatte ich ein bisschen zu viel Übersteuern. Am Nachmittag konnten wir einen Schritt nach vorne machen und ich fühlte mich wohler", berichtet Vettel. "Es ist hier ein großer Faktor, wenn man Vertrauen zum Auto hat - dann kann man's auch fliegen lassen und man traut sich enger an die Mauer ranzufahren. Wir hatten einen guten Schuss auf beiden Satz Reifen. Mark blieb auf der weicheren Mischung ein bisschen länger draußen, ich auf der härteren."

Hinter Nico Rosberg (+1,009) und Lewis Hamilton (beide Mercedes/+1,119), dem übrigens der Sitz zwischendurch heiß wurde, sicherte sich Romain Grosjean (Lotus/+1,162) den starken fünften Platz. Stark deshalb, weil er in der ersten Session eine ganze und in der zweiten eine halbe Stunde mit Lenkungsproblemen verlor, aber dennoch schneller war als Teamkollege Kimi Räikkönen (8./+1,529). Der schenkte sich allerdings die Zeitenjagd, als er als Letzter mit den Supersoft-Reifen auf die Strecke ging.

Ferrari trotz Rückstand nicht unzufrieden

Mit knapp eineinhalb Sekunden Rückstand wurde Fernando Alonso Sechster. "Das Tempo ist mit beiden Reifen in Ordnung", lautet dazu die erste Ferrari-Analyse - wenngleich man sich vom Aerodynamik-Update insgeheim sicher mehr versprochen hätte. Dafür kann man bei McLaren einigermaßen zufrieden sein: Jenson Button (7./+1,505) und Sergio Perez (10./+1,776) landeten in den Top 10, obwohl speziell Button zu Beginn des zweiten Trainings über Untersteuern geklagt hatte.

Positiv fällt wohl auch die Zwischenbilanz von Adrian Sutil (Force India) aus, denn der Deutsche ließ im Finish mit einer guten 1:51.5er-Runde aufhorchen und landete mit einer persönlichen Bestzeit von 1:46.002 Minuten auf Platz neun, gut eine halbe Sekunde vor Teamkollege Paul di Resta (13.). Dazwischen reihten sich Perez und die beiden Toro Rossos ein, dahinter auf Platz 14 Nico Hülkenberg (+2,559), der von Saubers Monza-Form weit entfernt ist.

Maldonado produziert wieder einmal Schrott

Ganz hinten wie so oft Caterham und Marussia, diesmal allerdings mit mehr als eineinhalb Sekunden Respektabstand zu Pastor Maldonado auf Rang 18. Der Williams-Pilot, Langsamster der Etablierten, beschädigte knapp 25 Minuten vor Schluss seinen Frontflügel bei einem Mauerkuss leicht. Zuvor waren mehrere kleine Ausritte und Fahrfehler von mehreren Piloten ungestraft geblieben - angesichts des hohen Schwierigkeitsgrades der Strecke in Singapur eher ungewöhnlich.

Aus deutscher Sicht gilt es nun abzuwarten, ob Vettel seinen WM-Vorsprung von 53 Punkten auf Alonso weiter ausbauen kann. Experte Surer hofft im Interesse der Spannung nicht auf einen Durchmarsch: "Die Mercedes fahren normalerweise am Freitag etwas schwerer als die anderen, zeigen erst am Samstagmorgen, was sie drauf haben. Hoffen wir, dass es hier auch so ist, sonst ist die erste Reihe schon vergeben", vermutet der ehemalige Formel-1-Pilot.

Fotoquelle: xpbimages.com

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