Ganz schön viel Vorsprung: Damit hätte selbst Vettel nicht gerechnet

Formel 1 2013

— 20.09.2013

Vettel: "Dieser Vorsprung überrascht mich"

Sebastian Vettel wundert sich über die Überlegenheit im Freitag-Training von Singapur, zeigt sich hochzufrieden, rechnet aber im Qualifying mit Mercedes



Eine Sekunde fehlte dem besten Nicht-Red-Bull-Piloten - heute Nico Rosoberg im Mercedes - auf Sebastian Vettels Trainingsbestzeit am Freitag in Singapur. Damit setzt sich der Trend der zweiten Saisonhälfte fort: Red Bull scheint einen deutlichen Sprung gemacht zu haben, Vettels Bolide ist auch auf winkeligem Terrain bärenstark. Der Titelverteidiger macht in der Medienrunde nach dem Trainingstag einen gelassenen Eindruck und zeigt sich von der starken Leistung überrascht.

Frage: "Sebastian, wie zufrieden bist du mit dem heutigen Trainingstag - wie lief es?"
Sebastian Vettel: "Es war ziemlich warm und hektisch, sonst gäbe es keinen Grund zu schwitzen. Ich denke, es war ganz gut - heute Morgen habe ich mich nicht ganz wohl gefühlt, hatte ein bisschen zu viel Übersteuern im Auto. Heute Nachmittag haben wir einen Schritt nach vorne machen können."

"Da habe ich mich auch wohler gefühlt. Ich glaube, wenn man das Vertrauen ins Auto hat, dann kann man es auch fliegen lassen, traut sich auch enger an die Wand, an die Mauer, an die Leitplanken heranzufahren. Wir hatten keine Probleme, es lief soweit alles nach Plan. Ich denke, wir hatten einen guten Schuss auf beiden Reifenmischungen. Mark war etwas länger auf der weicheren, ich ein bisschen länger auf der härteren Mischung unterwegs. Wir waren sehr produktiv heute."

Frage: "Wir haben im Moment über 71 Prozent Luftfeuchtigkeit. Wie hart ist es im Auto?"
Vettel: "Es ist schon ziemlich warm. Im Freien Training hat man leider nichts zu Trinken, im Rennen ist das doch ein bisschen besser, denn man verliert schon sehr viel Wasser. Man schwitzt, das ist klar, man konzentriert sich natürlich sehr, und das ist kein Zuckerschlecken."

Frage: "Du hast die Mauern angesprochen. Es gibt auch diese orangefarbenen Randsteine. Muss man da besonders aufpassen?"
Vettel: "Wenn man drüberfährt, bekommt man einen ordentlichen Schlag verpasst. Dann kommt man im Regelfall von der Linie ab, also ist das kein Vorteil. Es ist also ein Balanceakt auf dem Randstein - so viel wie man kann, um die Kurve zu schneiden, um dann am Ausgang möglichst nah an die Wand ran zu driften."

Frage: "Welche Konkurrenz siehst du hier?"
Vettel: "Ich glaube, Mercedes ist sehr stark dieses Wochenende."

Frage: "Ihnen fehlt eine Sekunde auf euch. Hast du das erwartet?"
Vettel: "Nein, das ist ein bisschen eine Überraschung. Ich hatte ehrlich gesagt eine gute Runde - ich war etwas überrascht, wie stark ich mich auf dem Supersoft-Reifen im Vergleich zum Medium-Reifen verbessern konnte. Ich glaube nicht, dass das wirklich repräsentativ ist. Wir sind schnell, hoffe ich - zumindest sieht es so aus. Ich weiß es nicht, vielleicht hatten die Mercedes keine saubere Runde, aber ich erwarte sie morgen vor allem im Qualifying-Trim sehr stark."

Frage: "Wie wirken sich deiner Meinung nach die Änderungen in Kurve 10 auf die Rundenzeit aus?"
Vettel: "Wir sind ein bisschen schneller. Ich denke, es ist die beste Lösung in Anbetracht des Platzes, der uns dort zur Verfügung steht. Ich bin froh, dass wir nach ein paar Jahren endlich diese aggressiven Randsteine losgeworden sind - ich glaube, uns allen gefällt die aktuelle Lösung."

Frage: "Die anderen Fahrer haben den Eindruck, dass ihr fliegt. Stimmst du zu?"
Vettel: "Tja, Red Bull verleiht Flügel. Vielleicht sollte ich ein paar Red Bull trinken, bevor ich ins Auto steige."

Frage: "Ist das starke Tempo von heute eine gute Nachricht für das Qualifying oder für das Rennen?"
Vettel: "Für beides. Tempo ist immer gut. Ich denke, dass es auf beiden Mischungen gepasst hat. Wir sollten also mit den Erkenntnissen von heute in guter Form sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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