Sebastian Vettel war die Erleichterung über den aufgegangenen "Zock" anzumerken

Formel 1 2013

— 21.09.2013

Red Bull und Vettel zittern sich zur Pole-Position

Weil sich Sebastian Vettel im Qualifying auf einen Versuch beschränkte, wurde es im Kampf um die Pole doch noch einmal spannend



Das gesamte Wochenende über hatte sich Sebastian Vettel dominant präsentiert, doch das Qualifying zum Großen Preis von Singapur wurde für den Weltmeister dann doch noch einmal zur Zitterpartie. Grund dafür war die Tatsache, dass sich das Weltmeister-Team dazu entschied, nach dem ersten Versuch im dritten Qualifying-Durchgang das Auto abzustellen, um einen frischen Satz Reifen für das Rennen zu sparen.

Am Ende sicherte sich der Heppenheimer mit lediglich 0,091 Sekunden vor Nico Rosberg im Mercedes die Pole-Position. Auch Teamkollege Mark Webber absolvierte noch einen zweiten Versuch, kam trotz Sektoren-Bestzeit jedoch nicht mehr ganz vorn. Mit 0,311 Sekunden Rückstand reihte sich der Australier auf der vierten Position ein.

"Das war am Ende des dritten Qualifying-Durchgangs ein seltsames Gefühl", so Vettel. "Es ist schon seltsam, wenn du bei noch verbleibenden zwei Minuten in der Einheit in der Garage stehst, aber viel schlimmer, wenn du siehst, wie die anderen ihre letzten Versuche durchführen und du nichts tun kannst!"

Vettel zitterte um seine Pole-Position

"Ich hatte die Sektoren-Zeiten genau im Auge, besonders jene von Romain, Nico und Mark. Mark begann im ersten Sektor mit einer violetten Zeit (Bestzeit; Anm. d. Red.), dann fuhr Nico im zweiten Sektor eine violette Zeit, anschließend Romain. Aber glücklicherweise war mein letzter Sektor schnell genug, um gerade so vorne zu bleiben."

"Es ist ein großartiges Gefühl, denn es hätte schief gehen können, ich bin jedoch mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Auto war das gesamte Wochenende über phänomenal. Gestern war der Vorsprung an der Spitze eine kleine Überraschung, aber heute war dies etwas spannender, als wir erwartet hatten, da die Mercedes so nahe ran kamen."

"Ich bin etwas enttäuscht, Vierter zu sein", so Webber. "Es ging ziemlich eng zu, und es wurden einige gute Rundenzeiten gefahren. Wir stehen in der zweiten Reihe, es wäre besser gewesen, aus der ersten Reihe zu starten."

Webber biss sich an Vettel im letzten Sektor die Zähne aus

"Das gibt morgen jedoch ein langes Rennen, und wir können in ihm etwas erreichen. Wir verfügen im Rennen über ein sehr gutes Auto. Es fiel uns schwer, mit Sebastian im letzten Sektor mitzuhalten. Er war in den Kurven 20 und 21 immer stark."

"Das war heute von Sebastian eine wirklich beeindruckende Leistung", so Teamchef Christian Horner. "Nachdem er im 1. Freien Training auf dem härteren Reifen schnell war, im zweiten Qualifying-Durchgang auf dem weicheren Reifen und im dritten Qualifying-Durchgang eine unglaubliche erste Runde fuhr, die ihm 0,6 Sekunden Vorsprung bescherte, entschieden wir uns dazu, im Hinblick auf den morgigen Tag eine strategische Herangehensweise zu wählen und den zweiten Versuch nicht zu fahren, um uns einen Satz frischer weicher Reifen zu sichern."

"Am Ende war es mit Nico eine sehr knappe Angelegenheit, aber wenn man erst einmal seine Entscheidung getroffen hat, muss man an ihr festhalten. Mark war im ersten Qualifying-Teil auf den härteren Reifen beeindruckend schnell, er war das gesamte Wochenende über schnell."

Großartige Ausgangsposition für das Rennen

"Er kam ohne Probleme durch den zweiten Qualifying-Durchgang, und im dritten Qualifying-Teil verpasste er es knapp, auf die saubere Seite der Startaufstellung zu kommen, obwohl er im ersten Sektor eine Bestzeit fuhr. Nichtsdestotrotz sind die Positionen eins und vier großartig für den Start in das morgige Rennen."

"Sebastian ging ein Risiko ein, indem er die letzte Runde ausließ", so Thierry Salvi von Renault. "Er holte sich nichtsdestotrotz die Pole, obwohl er im dritten Qualifying-Durchgang lediglich einen Versuch fuhr. Das Auto war heute stark, und hat auf diesem Stadtkurs besonders gut funktioniert."

"Dieser bietet eine Menge langsamer Kurven, in denen die Fahrbarkeit und das Ansprechverhalten des Motors der Schlüssel zum Erfolg sind. Die Pole ist in Singapur sehr wichtig, es ist eine Strecke, auf der das Überholen schwierig ist."

Fotoquelle: xpbimages.com

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