Hat Sebastian Vettel nicht aus den Augen vorloren: Mercedes-Star Nico Rosberg

Formel 1 2013

— 21.09.2013

Rosbergs Masterplan: Auf den Start kommt es an

Die Speerspitze der Silberpfeile glaubt noch an den Grand-Prix-Sieg in Singapur und sieht das Erfolgsgeheimnis seiner Truppe in der Fleißarbeit der Rennwochenenden



In den Freien Trainings hatte alles nach einem Spaziergang zur Singapur-Pole-Position für Sebastian Vettel ausgesehen, im Qualifying am Samstag kam ihm ein Landsmann gefährlich nahe. Mercedes-Pilot Nico Rosberg hätte dem haushohen Favoriten beinahe ein Schnippchen geschlagen, als die Rundenzeiten zum Ende des dritten Qualifikationsabschnitts purzelten und der Weltmeister bereits Feierabend gemacht hatte. In der FIA-PK erklärt der Wiesbadener, wie er sogar das Rennen gewinnen kann.

Frage: "Nico, du hast deinen Teamkollegen geschlagen, aber nicht die Red Bull. Dein Rückstand beträgt eine Zehntelsekunde."
Nico Rosberg: "Ja, leider war speziell Sebastian (Vettel, Anm. d. Red.) das ganze Wochenende über sehr schnell, aber am Ende war es sehr, sehr eng. Schade, denn eine Zehntelsekunde - so, wie sie (Red Bull) im letzten Qualifyingabschnitt gepokert haben... Eine Zehntelsekunde weniger wäre schon möglich gewesen. Das wäre toll gewesen, aber so oder so ist der zweite Platz ein gutes Resultat. Ein großartiges Resultat. Es bringt mich in eine gute Ausgangsposition für den Rennstart. Ich bin auch zuversichtlich wegen unseres Renntempos. Das sieht vernünftig aus, also ist ein gutes Ergebnis im Bereich des Möglichen."

Frage: "Es war ganz wie in Monaco im Mai. Wieder ein Straßenkurs, wieder warst du sehr konkurrenzfähig."
Rosberg: "Ich mag Stadtkurse im Allgemeinen. Ich war da immer schnell, heute habe ich mich im Auto wohlgefühlt. Schon das ganze Wochenende, die Fortschritte waren gut. Am Freitag war ich nicht so glücklich mit dem Wagen und allem, ich fühlte mich nicht sehr gut. Wir haben uns durchgebissen und alles optimiert, bis es im Qualifying perfekt war. Wir alle zusammen: Ich mit den Ingenieuren, den Mechanikern, alle arbeiten gut zusammen. Ich bin zufrieden mit Rang zwei. Ich denke, Sebastian war das ganze Wochenende außer Reichweite, also ist das in Ordnung. Mit dem Renntempo sollten wir am Sonntag gut aussehen."

Frage: "Verrate uns, wie du es geschafft hast, den Abstand auf Vettel von einer Sekunde im Freien Training am Freitag auf weniger als eine Zehntelsekunde heute zu verkürzen."

Rosberg: "Sie haben natürlich etwas gepokert. Ich bin mir sicher, dass sie noch etwas schneller hätten fahren können als in dieser Runde - wenn Sebastian einen weiteren Satz Reifen genutzt hätte. Aber sicher haben wir den Abstand verkürzt, wie wir es an den Wochenenden immer schaffen. Das ist gut und es ist schön zu sehen, wenn uns das gelingt."

Das Rätsel um die fallenden Rundenzeiten

Frage: "Es ist eine ähnliche Ausgangsposition wie beim Ungarn-Grand-Prix: Damals bleib dein Teamkollege Lewis Hamilton in der ersten Kurve vor Sebastian Vettel und gewann das Rennen. Glaubst du, dass du am Sonntag immer schnell genug bist, um dich vor Sebastian zu halten? Oder, dass er dich auf diesem Kurs nicht überholen kann?"
Rosberg: "Lewis stand in Ungarn auf der Pole-Position. Ich bin hier Zweiter und damit ist die Situation eine andere. Ich bin mir nicht sicher. Ich werde es versuchen. Sicher ist er im Renntrimm schneller, das haben wir am Freitag gesehen. Komme ich vorbei, dann ist es möglich, in Führung zu bleiben. Aber es hängt alles vom Start ab. Die linke Seite hat etwas weniger Grip als die rechte, aber abwarten. Ich halte es für möglich."

Frage: "Woher kam der Leistungssprung vom ersten zum zweiten Versuch im dritten Abschnitt? War die Strecke besser, warst du erst zu konservativ oder hast du etwas an der Abstimmung verändert?"
Rosberg: "Schwierig zu erklären. Ich weiß es nicht. So eine Verbesserung hätte ich nicht erwartet, aber es ist jedem so ergangen. Vielleicht lag es daran, dass auf der Strecke mehr Gummi lag oder sie etwas abgekühlt ist. Ich bin mir nicht sicher."

Frage: "Hat es dich überrascht, wie viel schneller der supersofte Reifen war, als du mit ihnen im zweiten Abschnitt auf die Strecke gegangen bist?"
Rosberg: "War ich von der Zeit überrascht, die ich fahren konnte? Nein, nicht wirklich, denn ich wusste, dass sich die Strecke verbesserte und hatte gesehen, was mein Teamkollege in Q1 fabriziert hatte. Nein, ich war nicht überrascht."

Fotoquelle: Daimler

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