Ratlosigkeit: Paul di Resta und sein Team kommen derzeit nicht vom Fleck

Formel 1 2013

— 24.09.2013

Force India: Update-Stopp und Reifen als Problemzonen

Force-India-Pilot Paul di Resta erklärt, warum sein Team in eine tiefe Krise geschlittert ist und wie man damit umgeht



Force India steckt derzeit in der Krise. Nach einem überraschend starken Saisonstart hat man seit Saisonmitte mit einem Formeinbruch zu kämpfen - seit dem Grand Prix von Deutschland zog man nur noch drei mickrige WM-Pünktchen an Land. Davor waren es 59. Das Glück der indischen Truppe mit Sitz in Silverstone: In der Konstrukteurs-Wertung liegt man auf einem komfortablen sechsten Platz - Verfolger Toro Rosso hat mit 31 Punkten nur die Hälfte der Zähler Force Indias auf dem Konto.

Die Statistik lässt folgenden Verdacht aufkommen: Die neuen Reifen, die ab dem Nürburgring und endgültig in Budapest zum Einsatz gekommen sind, haben Force India die zweite Saisonhälfte verhagelt. "Wir wissen, dass es dieser Tage hart für uns ist", zeigt sich Paul di Resta frustriert. "Aber wir versuchen alles."

Di Resta hat nicht nur die Reifen im Verdacht

Die Situation hat sich im Vergleich zum Saisonstart umgekehrt, schildert er: "Zu Beginn des Jahres hatten alle Probleme mit den Reifen - nur wir nicht. Leider haben wir jetzt eine harte Zeit. Wir bemühen uns sehr, zuhause in der Fabrik, bei den Besprechungen am Rennwochenende und bei den Experimenten, die wir machen, aber man kann mit dem Finger nicht nur auf eine Sache zeigen. Wir versuchen, Antworten zu finden."

Fakt ist: Force India hat im Gegensatz zur Konkurrenz die Entwicklung in der zweiten Saisonhälfte komplett eingefroren und konzentriert sich nur noch auf die kommende Saison. Neben den Reifen dürfte das ein weiterer Grund für die Krise sein. "Es ist vielleicht eine Mischung aus den Reifen und der Tatsache, dass die anderen mehr Updates bringen", vermutet auch der schottische Force-India-Pilot.

Probleme zwingen Team zu Konzentration auf das Rennen

Vor allem im Qualifying leidet man unter den aktuellen Problemen: Di Resta schied in Singapur wieder einmal in Q1 aus. "Wir waren auf dem Supersoft-Reifen in Hinblick auf das Setup einfach ein bisschen außerhalb des Fensters. Das kostete uns eineinhalb Zehntel, aber wir sind verwundbar, weil uns als Team derzeit einfach der Speed fehlt", erklärt der Schotte. Im Rennen habe man zwar weniger Reifenabbau als die Konkurrenz, aber aus den schlechten Startpositionen mussten sich die Piloten einer Herkules-Aufgabe stellen.

Am Sonntag zeigte di Resta dann, dass der Force India VJM06 nach wie vor kein schlechtes Rennauto ist: Mit einer beherzten Fahrt kämpfte er sich von Startplatz 17 bis auf Rang sechs nach vorne, ehe sein Bolide in der Endphase plötzlich streikte. Er hatte sich wegen der Balance-Schwierigkeiten auf der Supersoft-Mischung auf das Rennsetup konzentriert - eine Strategie, die beinahe aufgegangen wäre.

"Im Rennen kann man sich immerhin belohnen und stark aussehen, wenn die anderen an die Box fahren, um auf der Strecke Positionen gut zu machen", erklärt er die Gründe für seine Herangehensweise. "Wenn man also zwei zusätzliche Runden fahren kann, dann ist das in Hinblick auf den Verkehr ein Vorteil. Im Qualifying sind wir ohnehin nicht schnell genug, um weiter vorne zu sein."

Fotoquelle: xpbimages.com

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