Gerhard Berger konnte mit Sebastian Vettel dessen ersten Sieg bei Toro Rosso feiern

Formel 1 2013

— 25.09.2013

Berger sicher: Vettel wird Schumi-Rekorde brechen

Gerhard Berger verteilt den vierten Titel schon einmal an Sebastian Vettel und meint, dass der nur noch eines im Kopf habe: Die Rekorde von Schumacher zu brechen



Mit seinem 33. Sieg am Sonntag hat Sebastian Vettel seinen Dauerkonkurrenten Fernando Alonso in der Liste der Fahrer mit den meisten Grand-Prix-Siegen überholt. Geht die Siegessträhne des Weltmeisters so weiter, müssen sich auch bald Ayrton Senna und Alain Prost in Acht nehmen, die der Heppenheimer in der nächsten Saison theoretisch einholen könnte. Bis zu Michael Schumachers Rekord ist es allerdings noch ein weiter Weg. Gerade einmal etwas mehr als ein Drittel der Siege des Kerpeners kann Vettel aufweisen.

Doch Gerhard Berger glaubt, dass auch "Schumi" irgendwann einmal zittern muss. "Der Sebastian sucht kein Duell mehr mit Alonso oder mit Räikkönen. Den interessiert nur noch eines: die Rekorde des Michael Schumacher zu brechen. Der steuert ganz klar in diese Richtung, und das macht er schon von Anfang an", erklärt der Österreicher bei 'ServusTV'. Berger weiß, wie Vettel tickt. Als Toro-Rosso-Teilhaber erlebte der Ex-Pilot den ersten Sieg des Deutschen in Monza 2008 aus erster Hand mit.

Zu dem Zeitpunkt war natürlich noch nicht abzusehen, welche Entwicklung der heute 26-Jährige durchleben wird. "Ich hätte vor zwei oder drei Jahren gedacht, so schnell oder überhaupt wird es niemanden mehr geben, der den Michael Schumacher in Siegen und Rekorden einholen kann, aber Sebastian Vettel ist ganz klar in diese Richtung unterwegs, und ich glaube auch, dass er es schaffen wird", so Berger.

Berger verteilt den vierten Titel vorzeitig

Sollte der Red-Bull-Pilot weiterhin so ein Team um sich haben, wie es im Moment der Fall ist, dann werde er noch viel gewinnen, glaubt der Tiroler. "Er ist ja noch so jung, und er ist jetzt vier Mal Weltmeister, und noch nicht einmal 30 Jahre alt. Das ist eigentlich unglaublich." Greift Berger da etwa schon voraus? Denn im Moment hält Vettel "nur" drei WM-Titel in der Hand. Doch der Ex-Pilot präzisiert: "Man soll nie zu früh feiern, und man weiß nie, was passiert, aber normalerweise werden wir bei den nächsten Rennen den vierten WM-Titel von Vettel feiern."

Bei noch sechs ausstehenden Rennen hat der Heppenheimer 60 Punkte Vorsprung. Selbst wenn Fernando Alonso jedes Rennen gewinnen würde, würden Vettel somit sechs zweite Plätze genügen. Doch bei dem aktuellen Lauf erscheint es unwahrscheinlich, dass die Kombination Sebastian Vettel/Red Bull kein Rennen mehr gewinnt. Eigentlich ist es wohl wirklich nur eine Frage der Zeit, bis der Hesse den Sack zumacht.

Das glaubt auch Berger: "Wir Fans würden es uns manchmal wünschen, wenn es bis zum letzten Rennen gehen würde und dann der Sebastian beim letzten Rennen ganz oben steht, aber dieses Jahr wird es glaube ich schon sehr früh entschieden sein, denn Sebastian ist kaum noch einholbar", meint er. Denn Gegner habe er eigentlich keine mehr. Der schärfste Verfolger Ferrari hat nach dem Lauf in Singapur angekündigt, sich zu 99 Prozent auf das kommende Jahr zu fokussieren.

Red Bull ohne Konkurrenz

Dass die Roten aus Maranello den Rückstand zu Red Bull wettmachen, ist daher wohl ausgeschlossen. "Es ist auch immer ein schlechtes Zeichen, wenn man schon kurz nach der Halbzeit sagt, wir konzentrieren uns auf das nächste Jahr, weil am meisten Entwicklungsspeed hat man, wenn man bis zum letzten Rennen um die Plätze fightet", so Berger. Statt nach dem WM-Titel zu greifen müsse sich die Scuderia eher nach hinten orientieren. Mercedes liegt in der Konstrukteurswertung nämlich nur sieben Punkte zurück.

"Ich glaube also, Ferrari tut gut daran, dieses Jahr noch weiter konzentriert zu sein, damit man das Auto noch verbessert", rät Berger, der selbst zwischen 1987 und 1989 sowie 1993 und 1995 für das Traditionsteam ins Lenkrad griff. In den vergangenen drei Rennen konnte Alonso zumindest ein paar Schwächen kaschieren und jeweils den zweiten Platz einfahren - für ihn der beste Platz, der möglich war.

Denn vorne ziehen Red Bull und Vettel derzeit unbeirrt Kreise um die Konkurrenz. Über die Sommerpause hinweg scheint man bei den Österreichern noch etwas gefunden zu haben. "Es ist eine unglaubliche Performance von Sebastian, aber auch von Red Bull, das Auto so hinzubekommen, dass es auf schnellen Strecken, Stadtkursen, in langsamen und schnellen Kurven, einfach überall funktioniert - das ist 1A, und Vettel setzt das optimal um."

Fotoquelle: xpb.cc

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