Sebastian Vettel bejubelt seinen jüngsten Sieg beim Nachtrennen in Singapur

Formel 1 2013

— 25.09.2013

Coulthard: "Vettel-Dominanz sollten wir nicht kritisch sehen"

Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard erklärt, weshalb Sebastian Vettel bei Red Bull auf einer Welle des Erfolgs schwimmt und warum daran nichts auszusetzen ist



Sebastian Vettel siegt. Und dann wird er ausgebuht. So geschehen beim Großen Preis von Singapur. Und das nicht zum ersten Mal. Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard hat dafür kein Verständnis: "Die Leute sollten nicht neidisch sein auf seinen Erfolg, sondern ihn dafür bewundern. Man muss einfach anerkennen, was Vettel leistet", schreibt Coulthard in seiner jüngsten Kolumne bei der 'BBC'.

Der Schotte fährt fort: "Vettel zählt schon jetzt zu den Größten, wird aber nur allmählich als ein solcher Großer wahrgenommen." Man attestiere Vettel zum Beispiel immer wieder, er würde nur deshalb so viel gewinnen, weil er in einem überlegenen Auto sitze. Eigentlich sei Red-Bull-Designer Adrian Newey der Grund, weshalb Vettel schon seit Jahren von einem Erfolg zum nächsten fahre. So heißt es oft.

Coulthard widerspricht dieser Sichtweise: "Es gehört auch zu den Fähigkeiten eines Rennfahrers, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Alle großen Piloten haben dabei gute und schlechte Entscheidungen getroffen", meint Coulthard. "Klar: Der Erfolg von Red Bull geht zu großen Teilen auf den besten Designer, Adrian Newey, zurück. Und Vettel nutzt diese Möglichkeit perfekt für sich aus."

Anderen im Starterfeld gelingt das nicht in diesem Maße, sagt Coulthard. Er verweist auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso: "Er hatte 2007 die Chance, 2008 für Red Bull zu fahren. Das hat er aber nicht getan, weil er Ferrari für die bessere Wahl hielt. Rückblickend wäre ein Wechsel zu Red Bull wohl die bessere Entscheidung gewesen", meint Coulthard. Nun fahre eben Vettel die Red-Bull-Erfolge ein.

Um am Ende eines Rennens auf dem Treppchen zu stehen und sich ein Pfeifkonzert anhören zu müssen, während Alonso für eine kämpferische Leistung, aber eine schlechtere Platzierung stark umjubelt wird. Verkehrte Welt in der Formel 1? Coulthard: "Wir sollten es nicht kritisch sehen, wenn Vettel einen Grand Prix dominiert, weil er mit seinem Auto einfach hervorragend harmoniert."

Vettel habe sich schließlich selbst in diese Position gebracht. "Red Bull hat andere Piloten, die nicht die angestrebte Leistung erbracht haben, brutal abgesägt. Vettel hingegen war erfolgreich", erklärt Coulthard. "Er war ein Teil des Nachwuchs-Programms von Red Bull. Er hat sich seine Chance durch seine Leistungen verdient. Und jetzt macht Vettel schlicht und ergreifend das Beste daraus."

Fotoquelle: Red Bull

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