Ricciardo muss sich um sein Heimrennen vermutlich keine Sorgen machen

Formel 1 2013

— 25.09.2013

Grand Prix in Melbourne vor Vertragsverlängerung

Wenn die Regierung des Bundesstaates Victoria den Australien-Grand-Prix-Deal über 2015 hinaus absegnet, bleibt das Rennen in Melbourne - Saisonauftakt auch 2014 fix



Der Grand Prix von Australien in Melbourne hat sich längst im Formel-1-Kalender etabliert und gilt bei Fans, Fahrern und Teammitgliedern als perfektes Auftaktrennen. Die Atmosphäre im Albert Park erinnert an eine Gartenparty, die Strände von St. Kilda eignen sich perfekt für Medienevents in gemütlichem Ambiente, und die Australier nehmen die Formel 1 hervorragend an.

Dennoch gibt es auch immer wieder kritische Stimmen in Melbourne, schließlich finanziert die Regierung von Victoria die Lizenzgebühr für das Rennen mit Steuergeldern. Laut Andrew Westacott, Chef der Australian Grand Prix Corporation (AGPC), handelt es sich dabei allerdings nur um "kleine Interessensgruppen", die das Rennen gerne loswerden würden. Für ihn ist klar: "Die Leute in Melbourne lieben sportliche Großveranstaltungen, und deswegen wird der Grand Prix trotz vereinzelter Negativschlagzeilen von den Leuten aus der Tourismusbranche in Victoria, Victoria-Tourismus selbst, den Flughäfen, den Hotelunternehmen, den Taxis und Restaurants unterstützt."

Regierung von Victoria muss Deal noch absegnen

Der Vertrag mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gilt noch bis einschließlich 2015 - man ist aber drauf und dran, diesen zu verlängern. Aus diesem Grund reisten Westacott und der Vorsitzende des Grand Prix von Australien, Ron Walker, vergangenes Wochenende nach Singapur. Der Vertragsentwurf, auf den man sich geeinigt hat, muss nun noch der Regierung vorgelegt werden, die als Bedingung stellte, dass sich die Kosten in Grenzen halten sollten - man sei nicht bereit, jeden Preis zu zahlen.

Westacott, dessen Unternehmen an den Gouverneur, den Schatzmeister und den Tourismusminister des Bundesstaates Victoria berichtet, ist nun "zuversichtlich", dass der Vertrag abgesegnet wird, schließlich sind "das Formel-1-Rennen und die Australian Open die zwei Säulen des Großveranstaltungskalenders".

Grand-Prix-Kosten 2013 geringer als 2012

Der aktuelle Vertrag verlangt, dass die Lizenzgebühr jedes Jahr ansteigt - dennoch hat man es im Vorjahr erstmals in der Geschichte des Rennens geschafft, die Kosten im Vergleich zum Jahr davor zu reduzieren. "Die Kosten für den Steuerzahler betrugen 2012 56 Millionen (australische Dollar, Anm. d. Red.), dieses Jahr waren es 50 Millionen", rechnet Westacott vor. "Das zeigt, dass die Leute in Melbourne dieses Rennen annehmen - wir haben von Firmenseite enorme Zugewinne, was die Tribünen angeht."

Für das kommende Jahr ist ohnehin schon alles klar - Melbourne wird nun trotz Gerüchten, Bahrain könnte 2014 wieder das erste Saisonrennen stellen, den Auftakt machen. Das war der ausdrückliche Wunsch der Australier, besondere Überzeugungsarbeit war aber laut Westacott nicht notwendig. "Der Vorverkauf läuft großartig", freut er sich. "Und da wir die Gewissheit haben, das erste Rennen zu stellen, ist es unsere Aufgabe, jedes Jahr besser zu werden."

Australien stellt 2014 wieder Auftaktrennen

Laut dem Australier war es wichtig, den 16. März als Termin zu halten, schließlich finden in diesem Zeitraum in Melbourne zahlreiche Veranstaltungen statt - eine genaue Abstimmung ist notwendig, damit das Rennen zum Erfolg wird. Auch von der Beförderung des Australiers Daniel Ricciardo zum Red-Bull-Stammpiloten verspricht er sich einiges: "Das ist fantastisch, denn die Australier lieben ihre Sporthelden."

Der Kurs wurde von der FIA bereits abgesegnet, auch die Startzeit bleibt mit 17 Uhr abends gleich, damit das Rennen in Europa eine möglichst hohe TV-Reichweite erlangt. Auch für die Fans vor Ort hat man sich einiges überlegt: "Neben dem Porsche-Carrera-Cup planen wir ein Rennen der V8s", erklärt Westacott. "Es wird historische Autos geben, wir wollen ein Geschwindigkeits-Vergleichsrennen mit einem der Formel-1-Teams machen. Außerdem wird es ein Celebrity-Rennen geben - mit internationalen und lokalen Sportgrößen und VIPs."

Fotoquelle: xpbimages.com

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