Christian Horner glaubt, dass die Singapur-Dominanz Vettels ein Einzelfall bleibt

Formel 1 2013

— 27.09.2013

Red Bull erwartet weniger dominante Rennen

Die totale Vettel-Dominanz von Singapur war in den Augen von Red-Bull-Teamchef Christian Horner eine besondere Symbiose verschiedener Umstände



Nach der Galavorstellung von Sebastian Vettel und Red Bull beim Großen Preis von Singapur fürchten sowohl Konkurrenten als auch Experten eine derartig erschlagende Dominanz der Österreicher auch in den verbleibenden sechs Saisonrennen. Teamchef Christian Horner sieht den Abstand zum Rest des Feldes allerdings nicht ganz so dramatisch, da beim Nachtrennen viele Faktoren zusammengekommen seien, die ein Bild erzeugt haben, das in Wirklichkeit nicht so deutlich sei.

"Es gab Phasen am vergangenen Wochenende, da war Sebastian zwei Sekunden schneller als der Rest des Feldes, aber ich denke, dass das einzigartigen Umständen geschuldet ist", gibt Horner gegenüber 'Autosport' zu bedenken: "Es war eine Strecke, die ihm absolut liegt, und das Setup des Autos hat gut funktioniert. Mensch und Maschine haben jeweils am Maximum gearbeitet", freut er sich über die Tatsache, dass sein Fahrer so einen kompletten zusätzlichen Boxenstopp herausholen konnte.

Tatsächlich spielten mehrere Faktoren Vettel in die Karten: Nach der Safety-Car-Phase war der Champion auf neuen Medium-Reifen unterwegs, während die Autos hinter ihm bis dahin nicht gestoppt hatten und noch mit ihren weitgehend abgenutzten Supersoft-Mischungen vom Rennstart zu kämpfen hatten. Besonders Nico Rosberg, der aufgrund von Gummiteilen in seinem Frontflügel Probleme mit der Balance seines Mercedes bekam, hielt das Feld hinter ihm auf - Vettel konnte davonziehen.

Horner glaubt deshalb, dass es eine derart extreme Dominanz der Bullen in den kommenden Rennen nicht mehr geben wird: "Die nächsten Herausforderungen, die wir mit Südkorea und Japan haben, sind ziemlich unterschiedlich, was die Charakteristik angeht. Ich hoffe, dass wir dort stark sein werden, aber wir können das nicht als selbstverständlich betrachten." Besonders Mercedes sei an einigen Punkten der Saison sehr stark gewesen und auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso sei immer ein Thema, weiß der Brite.

"Er war nun dreimal Zweiter bei den drei Siegen von Sebastian. Wir sollten eigentlich mittlerweile einen größeren Vorsprung auf ihn haben, als wir derzeit tatsächlich haben, aber er hält uns ganz schön auf Trab", weiß Horner um das Potenzial des Spaniers. Red Bull muss ihn deshalb immer auf der Rechnung haben, denn sobald dem Team ein Fehler unterlaufen würde, wäre Alonso vermutlich zur Stelle - und dann wäre die Dominanzdebatte womöglich ganz schnell wieder beendet.

Fotoquelle: xpbimages.com

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