Trotz seiner starken Leistungen ist Sebastian Vettel nicht "everybodys darling"

Formel 1 2013

— 01.10.2013

Vettel: Verlieren, um geliebt zu werden?

Während Witali Petrow die Pfiffe gegen Sebastian Vettel als "Schande" bezeichnet, glaubt Paul Hembery, dass Vettel erst nach einer Niederlage wieder beliebt wird



Dass Erfolg einem nicht automatisch Sympathien einbringt, diese Erfahrung muss derzeit Sebastian Vettel machen. Obwohl der Red-Bull-Pilot momentan in Topform ist und bei den Rennen der Formel 1 von Sieg zu Sieg fährt, schlägt dem amtierenden (und höchstwahrscheinlich auch zukünftigen) Weltmeister bei den Grands Prix Ablehnung entgegen. Nachdem die Buhrufe bei der Siegerehrung in Monza noch als Reaktion enttäuschter Ferrari-Fans interpretiert wurden, quittierten auch nicht wenige Zuschauer in Singapur Vetels überlegenen Sieg mit Pfiffen.

Das bringt den ehemaligen Formel-1-Piloten Witali Petrow auf die Palme: "Die Pfiffe gegen Vettel sind eine Schande. Er macht nichts falsch, sondern versucht lediglich Rennen zu gewinnen und verdient eine Menge Respekt", ärgert sich der Russe, der von 2010 bis 2012 für Renault und Caterham bei 57-Grands-Prix an den Start ging, im Interview mit 'f1news.ru.'

Wie viele andere Beobachter der Szene ist auch Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery der Ansicht, dass Vettel nicht trotz, sondern gerade wegen seiner derzeitigen Dominanz von vielen Fans Abneigung entgegenschlägt. Daran würde sich seiner Meinung nach erst etwas ändern, wenn Vettel wieder verliert. "Sebastian wird nur wieder beliebt, wenn er anfängt zu verlieren! Er muss sich bei einer Niederlage hinstellen, trotzdem lachen und demütiger werden", so Hembery gegenüber der 'Bild'-Zeitung.

"Die Art, wie er mit Niederlagen umgeht, entscheidet, wie die Leute ihn weiterhin bewerten. Niemand liebt einen schlechten Verlierer", sagt Hembery. Da der ehrgeizige Vettel wohl kaum absichtlich verlieren wird, möchte Hembery ein wenig nachhelfen. "Wir geben dir einfach nur drei Reifen, dann klappt's vielleicht mit dem Verlieren", lautet der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag des Pirelli-Manns.

Petrow geht unterdessen mit den pfeifenden und buhenden Fans hart ins Gericht: "Niemand hat das Recht jemanden auszubuhen, wenn er ein gutes Resultat erzielt", sagt der Russe und nimmt Vettel gegen die seiner Meinung nach unberechtigte Kritik in Schutz: "Er klaut niemandem den Sieg oder gewinnt auf unfaire Weise, sondern erreicht das aus eigener Kraft und mit der Unterstützung des Teams."

Fotoquelle: Pirelli

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