Mark Webber kommt mit den aktuellen Pirelli-Reifen nicht besonders gut klar

Formel 1 2013

— 01.10.2013

Webber schiebt Vettel-Dominanz auf die Reifen

Mark Webber sieht zwei Gründe für seine durchschnittliche Saison - vor allem im Vergleich zu Sebastian Vettel: dessen Fahrweise im RB9 und die komplizierten Reifen



Das teaminterne Duell bei Red Bull ist in diesem Jahr ein äußerst ungleiches, was besonders die Qualifyingbilanz deutlich macht: Ausnahmslos an allen 13 Rennsamstagen dieser Saison war Sebastian Vettel schneller als sein Teamkollege Mark Webber. Doch auch die Sonntagsperformance liefert deutliche Ergebnisse: Während der Weltmeister bereits sieben Grands Prix gewinnen konnte, stand Teamkollege Webber in diesem Jahr noch gar nicht ganz oben auf dem Treppchen. Somit hat Vettel im Gesamtklassement beinahe doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie der Australier (247:130).

Den Grund für seinen deutlichen Rückstand sieht Webber hauptsächlich in den diesjährigen Pirelli-Reifen, mit denen sein Intimfeind offensichtlich besser zurechtkommt: "Sie sind nicht immer leicht zu verstehen. Wenn du sie nicht richtig in das Arbeitsfenster bringst, verlierst du gleich viel Zeit", wird der 37-Jägrige von 'auto motor und sport' zitiert. Besonders deutlich wurde das beim letzten Rennen in den Straßen von Singapur.

Während Webber auf dem Medium-Reifen mit Vettel mithalten konnte, verlor er auf der weicheren Mischung gut eine halbe Sekunde pro Runde auf den Deutschen. "Mit den Medium-Reifen hatte ich eine gute Fahrzeugbalance. Da konnte ich das Maximum aus den Reifen rausholen. Sobald wir aber die Supersoft-Reifen draufgemacht haben, war das Auto schwierig zu fahren", erinnert sich Webber an das Nachtrennen vom vorletzten Wochenende. Offenbar passt Vettels spezielle Fahrweise besser zu den aktuellen Reifen.

Hinzu kommt, dass der RB9 laut Webber ebenfalls besser zu Vettel passe. Das Auto ähnelt von der Konstruktion her dem RB7 von 2011, dem Jahr als der Heppenheimer nicht nur seinen Teamkollegen, sondern auch die übrige Konkurrenz nach Belieben dominierte. Webber erinnert sich jedoch, wo er im Speziellen das Nachsehen hatte: "2011 lag ich nur in der Qualifikation klar hinter Sebastian. Das hatte etwas damit zu tun, dass sein Fahrstil besser zu dem Auto passte."

"Im Rennen war ich aber meistens gleich schnell unterwegs. Das zeigen die vielen schnellsten Rennrunden von mir", stellt Webber klar. Tatsächlich hatte der Routinier hier die Nase mit 7:3 vorn. Hat Red Bull möglicherweise versucht, seinen RB9 in diesem Jahr erneut optimal auf Vettel zuzuschneiden? Die überragende Performance des 26-Jährigen und die Tatsache, dass Webber gar nicht gut zurechtkommt, könnten zumindest dafür sprechen: "Der 2012er-Red-Bull war im Vergleich dazu ein normales Rennauto."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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