Grosjean musste seinen Teamkollegen kurz vor Schluss ziehen lassen

Formel 1 2013

— 06.10.2013

Mit Köpfchen und Traute: Lotus-Piloten (fast) glücklich

Grosjean jubelt trotz eines kleineren Fahrfehlers, von dem Räikkönen profitierte - Der Finne jedoch ärgert sich über Untersteuern und "kein ideales" Rennen



Lotus scheint sich einmal mehr als zweite Kraft in der Formel 1 etabliert zu haben. Beim Südkorea-Grand-Prix am Sonntag in Yeongam landeten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean auf den Rängen zwei und drei. Nach einem verkorksten Qualifying machte der Finne im Rennen sechs Plätze gut, war aber nach der Zieldurchfahrt nicht zu Luftsprüngen aufgelegt: "Es war ganz in Ordnung. Gut, aber nicht ideal", erklärt Räikkönen gewohnt nüchtern und klagt über chronisches Untersteuern seines E21.

Noch in der Frühphase des Grand Prix hatte es nicht nach einer Aufholjagd ausgesehen: "Am Anfang habe ich einen Platz verloren, aber auf der Geraden war das Auto exzellent", beschreibt der angehende Ferrari-Pilot eine gute Höchstgeschwindigkeit. Die Balanceprobleme allerdings zwangen Räikkönen immer wieder, sich zurückzunehmen und nicht das zu zeigen, was er eigentlich gekonnt hätte: "Ich musste versuchen, die Vorderreifen zu schonen und das hat dann das Limit für meine Rundenzeiten bestimmt."

Im Duell mit Nico Hülkenberg und Fernando Alonso musste ein raffinierter taktischer Schachzug zum Überholen herhalten: "Ich steckte im Verkehr - gut, dass wir uns für einen frühen Stopp entschieden haben, das Safety-Car hat dann auch noch etwas geholfen", weiß Räikkönen, der das zweimalige Ausrücken des Führungsfahrzeugs nicht als ursächlich für seinen zweiten Platz beschreibt: "Wir hatten das Tempo und hätten es auch ohne das Safety-Car geschafft, durchzufahren und auf das Podium zu kommen."

Grosjean leistete sich kleinen Fehler

Räikkönens Grand Prix krönte neben einem tollen Manöver gegen den zukünftigen Teamkollegen Alonso ein weiteres gegen den derzeitigen, nämlich Grosjean: "Ich war da einfach auf Zack und er hat einen Fehler gemacht. Ich hörte von den gelben Flaggen am Ende der langen Geraden und wusste, dass er mich mit DRS nicht wieder überholen können würde." Eric Boullier, der den Franzosen später im Funk zu Zurückhaltung aufforderte, sieht die Sache bei 'Sky Sports F1' ähnlich nüchtern: "Er hat eine kleinen Fehler gemacht und Kimi war durch. Das war ganz normaler Rennsport. Er hat die Konzentration verloren, das ist Teil eines Lernprozesses."

Grosjean ließ sich die Laune nicht verderben: "Es hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht", freut er sich über sein Rennen in Südkorea. Ganz besonders über sein hartes, aber faires und erfolgreiches Manöver gegen Lewis Hamilton. "Wir hatten einen guten Start, dann konnte ich auf der Geraden rankommen. Ich denke, er hat sich etwas KERS aufgehoben für Kurve fünf, um sich zu verteidigen." Doch Grosjean wehrte den Gegenschlag ab und fuhr anschließend Vorsprung auf den Mercedes-Star heraus.

"Nach dem ersten Stopp wieder die gleiche Geschichte", pustet Grosjean durch, der Hamilton mit frischen Reifen nochmals kassierte. Alles in allem ist er mit seinem Tagwerk glücklich: "Es war ein harter Job heute und ganz gut, dass wir so nah an Red Bull dran waren. Die sind diesmal nicht allzu schnell davongeflogen, also hatten wir eine gute Chance, sie einzuholen. Aber unglücklicherweise für mich - und zum Glück für Kimi und das Team - kam das Safety-Car." Grosjean gesteht den Fehler ein - anschließend habe er alles versucht, um den Teamkollegen doch noch zu greifen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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