Sergio Perez: Ein gewaltiger Verbremser ließ das Unheil nahen

Formel 1 2013

— 06.10.2013

Perez warnt Pirelli: "Irgendwann bereuen wir es..."

Der Mexikaner zeigt sich besorgt wegen seines Reifenschadens und befürchtet, dass ein großer Unfall bevorsteht: "Weil nichts passiert ist, denkt niemand daran"



Pirelli schien mit einer Konstruktion mit zusätzlichen Kevlarteilchen in Sachen Reifenschäden für Abhilfe gesorgt zu haben. Der Südkorea-Grand-Prix in Yeongam am Sonntag zeigte, dass längst nicht alle Probleme ausgeräumt sind. Sergio Perez holte sich in Kurve eins einen Bremsplatten, anschließend flog dem McLaren-Piloten der rechte Vorderreifen bei hoher Geschwindigkeit um die Ohren. "Es ist nichts passiert: Ich war alleine, niemand vor mir. Aber eines Tages ist es soweit", mahnt Perez.

Was genau die Ursache für den Defekt war, weiß der am Ende auf Rang zehn gewertete Mexikaner noch nicht. "Ich war 28 oder 29 Runden auf dem Reifensatz unterwegs, bis er völlig ausgelaugt war", rekapituliert er und hat nach dem Verbremser das Unheil wohl nahen sehen. "Auf der Gegengeraden ist er zwar nicht explodiert, aber er hat sich aufgelöst und den Frontflügel beschädigt." Perez kann sich nicht vorstellen, dass nach dem Vorfall im Paddock noch irgendjemand gut schläft. "Das muss allen Fahrern zu denken geben", zeigt er sich besorgt.

Er wird sogar noch eindringlicher, wenn er skizziert, dass wohlmöglich ein großer Unfall mit massiven Folgen bevorsteht: "Jetzt kümmert sich da niemand drum, aber eines Tages bereuen wir es." McLaren werde sich jedenfalls den Vorfall im Nachgang ganz genau ansehen. Das gilt auch für das Scharmützel mit Felipe Massa, das sich Perez gegen Rennende lieferte: "Wir haben hart miteinander um Punkte gekämpft", erinnert er sich an das Duell von insgesamt vier Südamerikanern, bei dem er sich selbst als Leidtragenden sieht: "Ich denke, Felipe hat mich erwischt."

Gemeint ist der Auftakt zum Formel-1-Rodeo in Kurve drei, die Fortsetzung folgte weniger Meter weiter. "Erst dachte ich, er lässt mehr Platz. Aber dann haben wir uns berührt, als ich bremste und einlenkte. Dann noch ein weiteres Mal, als ich dachte, das die Kurve mir gehören würde", so Perez, der den scheidenden Ferrari-Star ins Grün beförderte. Der McLaren blieb heil. Kein Wunder, dass er durchschnauft: "Heute haben wir uns unsere Platzierung redlich verdient. Obwohl wir etwas Pech hatten mit diesem Reifenproblem. Aber wir haben toll gearbeitet bis dahin."

Fotoquelle: xpbimages.com

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