Sauber ist zurück im Kampf um den siebten Rang im Gesamtklassement

Formel 1 2013

— 07.10.2013

Sauber im Aufwind über das Japanische Meer

Während Nico Hülkenberg erneut auf ein starkes Ergebnis in Suzuka hoffen darf, freut sich ein ebenfalls verbesserter Esteban Gutierrez auf sein Japan-Debüt



Sauber verlässt Südkorea mit einem echten Erfolgserlebnis: Nico Hülkenberg wurde nach spannenden Zweikämpfen sensationell Vierter, konnte sich bis zum Ende gegen Schwergewichte wie Lewis Hamilton oder Fernando Alonso erfolgreich wehren. Das beste Ergebnis der Saison katapultiert das Schweizer Team in der Gesamtwertung vor Toro Rosso auf den siebten Gesamtrang (beide 31 Zähler). Diesen Aufwind dürfte Sauber nutzen, um den Katzensprung nach Japan in Angriff zu nehmen, wo bereits am kommenden Wochenende der nächste Grand Prix stattfinden wird.

Aber auch davon ab freuen sich beide Fahrer sehr auf den Traditionskurs von Suzuka: "Der Große Preis von Japan ist immer sehr speziell, sowohl als gesamte Veranstaltung wie auch in Bezug auf die Strecke", schwärmt Hülkenberg: "Formel-1-Fahrer lieben Herausforderungen, und davon hat diese Strecke reichlich zu bieten. Suzuka ist ein klassischer Kurs, ein wenig wie Spa, der jedem Piloten ein Lächeln aufs Gesicht zaubert."

Schon auf die Ankunft freut sich der Deutsche: "Sobald man ankommt, wird man herzlich begrüßt. Die Fans sind sehr freundlich und nett; ich mag ihre spezielle Art, mit beiden Händen zu winken und möchte das auch selber mal versuchen. In Japan mag ich zudem das typische Essen, speziell Teppanyaki und Sushi." Saubers Leitender Ingenieur an der Rennstrecke, Tom McCullough, stützt die Thesen seines Fahrers: "Die Strecke und Leidenschaft der Fans machen das Wochenende zu einem der schönsten Rennen der Saison."

Herausforderndes Layout

"Hülk" freut sich ebenso enorm auf das besondere Layout des Kurses: "Die Strecke hat zwei herausragende Passagen: einerseits die S-Kurven zu Beginn der Runde und dann die superschnelle 130R. Es ist großartig, auf dieser Strecke in einem Formel-1-Auto zu fahren." Vom Setup her ist aufgrund der hohen seitlichen Fliehkräfte viel Anpressdruck hilfreich: "Es ist ein Kurs, auf dem man viel Abtrieb gebrauchen kann und diesen auch intensiv spürt. Die Strecke hat extrem hohe Querbeschleunigungen, was bedeutet, dass es sehr anstrengend ist, vor allem für den Nacken."

McCullough weiß, wovon der Deutsche spricht: "Suzuka ist technisch eine der herausforderndsten Strecken für Ingenieure und Fahrer. Im ersten Sektor fließen die Kurven regelrecht ineinander, sodass es viele Richtungswechsel gibt. Die meisten Kurven sind mittelschnell bis schnell, und es gibt nur zwei langsame Passagen. Der Kurs fordert die Reifen sehr stark, deshalb wird Pirelli die zwei härtesten Mischungen - Medium und Hard - zur Verfügung stellen."

Für den zweiten Sauber-Piloten, Esteban Gutierrez, wird es eine Premiere: "Suzuka ist eine Strecke, auf der ich schon immer mal fahren wollte. Ich kenne den Streckenverlauf von vielen Videoaufnahmen, die ich mir angeschaut habe, sehr gut. Und ich kenne die Strecke auch vom vergangenen Jahr, als ich das Team zum Grand Prix begleitet habe. Für mich ist bereits jetzt klar, dass sie zu meinen Favoriten gehören wird, entsprechend freue ich mich schon auf die Reise nach Japan."

Suzuka-Debüt für Gutierrez

Der junge Mexikaner hatte sich in den zurückliegenden Rennen seit Belgien (14.) kontinuierlich um eine Position verbessern können. Folgt er diesem Aufwärtstrend, würde das den zehnten Platz und damit den ersten Saisonpunkt bedeuten. Bereits im Vorjahr konnte er die Gastfreundlichkeit der Japaner kennenlernen: "Die Fans sind großartig und sie wissen auch sehr viel über die Formel 1. Die meisten kannten mich bereits im vergangenen Jahr, als ich lediglich als Ersatzfahrer anwesend war. Es herrscht eine großartige Atmosphäre, und es gibt viel positive Energie."

McCullough glaubt, dass Hülkenberg womöglich an seine Leistung in Yeongam anknüpfen könnte: "Da Überholen nicht einfach ist, werden wir uns wieder auf eine gute Qualifikation konzentrieren, um aus der bestmöglichen Ausgangslage um Punkte kämpfen zu können." Der Emmericher sieht das ähnlich: "Es ist selbstverständlich, dass ich ein gutes Resultat herausfahren möchte, nachdem ich dort im vergangen Jahr Siebter geworden bin. Auf jeden Fall gehe ich dieses Wochenende sehr optimistisch an."

Als Ersatzfahrer hat Sauber den Japaner Kimiya Sato für den Grand Prix in seiner Heimat nominiert. Nicht zuletzt wegen der zahlreichen Motorsportfans und der Formel-1-Begeisterung in Japan hat sich das Team zu diesem Schritt entschieden. Zudem wird Sato an einem Geradeaus-Test am 18. Oktober im italienischen Vairano teilnehmen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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